Stadtverwaltung favorisiert Neubau statt Umbau der bestehenden Einrichtung

Neue, geräumige Mensa für die IGS

In der vorhandenen Mensa sitzen die Schüler beengt am Mittagstisch. Foto: mix

Achim – Den Neubau einer Mensa für die Integrierte Gesamtschule (IGS) Achim schlägt die Stadtverwaltung vor. Das sei besser, als die vorhandene Mensa im Gebäude der Liesel-Anspacher-Schule und IGS zu erweitern, heißt es in einer Beratungsvorlage für den Schulausschuss. Das Gremium des Stadtrates befasst sich in einer öffentlichen Sitzung am kommenden Montag um 17 Uhr im Ratssaal mit dem Thema.

Die vor gut zehn Jahren errichtete Mensa samt Küchenbereich sei für ein Zweischichtsystem und eine Belieferung im sogenannten Cook-and-Chill-Verfahren ausgelegt gewesen. Soll heißen, die Mensa sollte jeweils 200 Kinder in zwei Schichten aufnehmen. Derzeit drängelten sich dort 150 Kinder auf engem Raum, pro Schüler stünden lediglich 1,40 Quadratmeter zur Verfügung.

Was die Verwaltung als problematisch betrachtet: „Die Entwicklung in den vergangenen Jahren macht deutlich, dass nicht nur das angebotene Essen, sondern auch die Gestaltung und die Größe der Mensa entscheidende Auswirkung auf die Akzeptanz einer gemeinsamen Mittagsverpflegung haben.“

Zu Beginn dieses Schuljahres wurde der Freizeitraum im Gebäude der Liesel-Anspacher-Schule und der IGS vorübergehend zu einem weiteren Speiseraum umfunktioniert, um einen zusätzlichen Jahrgang unterzubringen. Ab dem Schuljahr 2020/21 wird es nach Einschätzung der Stadtverwaltung voraussichtlich schon zu Engpässen kommen. Eine schnellstmögliche Umsetzung zusätzlicher Kapazitäten sei daher dringend erforderlich.

Zurzeit gehen die Schulleitung und die Verwaltung davon aus, dass bis zum Jahrgang 10 der IGS Achim täglich 600 Schüler an der Mittagsverpflegung teilnehmen. Sollte die Schule um eine Oberstufe erweitert werden, könnten noch rund 50 Esser dazu kommen. Ein Betrieb in zwei Schichten sei möglich. Ein Betrieb in drei Schichten entspreche nicht dem Konzept der Schule, zudem gelte es, die Busabfahrtszeiten am Nachmittag zu beachten.

Die Grundfläche einer modernen Mensa sollte etwa zwei Quadratmeter pro Schüler betragen, schreibt die Verwaltung. Ein besonderes Augenmerk sei auf die räumliche Aufteilung und die Ausstattung, gerade im Hinblick auf die Geräuschkulisse, zu legen. Darüber hinaus verfolge der in Achim gegründete Verein „Besser essen“ das Anliegen, den Heranwachsenden gesunde, schmackhafte Biokost zu bieten, wofür eventuell eine geeignete „Frischeküche“ vorgehalten werden müsste.

Die jetzige Mensa umzubauen und zu erweitern, wäre nach Angaben der Verwaltung keine gute Alternative. Dies würde zur Folge haben, dass der Freizeitraum, der Musikraum, zwei Lehrküchen und drei weitere kleinere Räume nicht mehr genutzt und an anderer Stelle neu geschaffen werden müssten.

Hinzu käme, dass während der Umbauzeit Mobilbauten für die Mittagsverpflegung erforderlich würden. Falls gleichzeitig noch Mobilbauklassen bis zur Fertigstellung des Lernhauses auf dem Gelände untergebracht werden müssten, wäre der Schulhof kaum noch nutzbar. Zumal dort noch Lieferfahrzeuge mit Essen die Situation verschärfen würden.

Eine neue Mensa dagegen könnte nach Meinung der Verwaltung „alle heutigen Erkenntnisse in Bezug auf eine ansprechende und gesunde Mittagsverpflegung“ berücksichtigen. Als Standort schlägt sie den jetzigen Anbau der Realschule in Richtung Liesel-Anspacher-Schule / IGS vor. Damit könnte während der Bauzeit die alte Mensa weiter genutzt werden.

Die Verwaltung schlägt der Politik in Achim vor, den Neubau mit einer Grundfläche von 600 Quadratmetern für 600 Essensteilnehmer in zwei Schichten auszulegen. Und weil diese Überlegungen zur Mensa-Verpflegung auf dem Campus das bisherige Konzept grundlegend änderten, habe die Stadt Gespräche mit dem Landkreis als Träger des Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasiums und der Erich-Kästner-Schule aufgenommen.  mm

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