Brigitte Gläsel: Neue Freiheit für Licht und Farbigkeit in Achim

Künstlerin eröffnet neues Atelier in prominenter Stadtlage

Freunde und Verwandte, aber vor allem Künstlerkolleginnen und Künstlerkollegen von nah und fern folgten der Einladung von Brigitte Gläsel (l.) zur Eröffnung ihrer neuen Präsentations- und Arbeitsräume.
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Freunde und Verwandte, aber vor allem Künstlerkolleginnen und Künstlerkollegen von nah und fern folgten der Einladung von Brigitte Gläsel (l.) zur Eröffnung ihrer neuen Präsentations- und Arbeitsräume.

Achim – „Nun kann ich meine Arbeiten endlich offen präsentieren“, erklärt die Achimer Künstlerin und Dozentin der Kunstschule, Brigitte Gläsel, am Samstagvormittag. Bei der Eröffnung ihrer neuen Arbeits- und Ausstellungsräume an der Borsteler Landstraße 19 a begrüßte sie nicht nur Künstlerkolleginnen und -kollegen, sondern auch Freunde und Verwandte.

„In diesen Räumen wirken die Arbeiten ganz anders auf die Menschen und die Räume wirken auch anders auf mich, weil ich ganz neue Farben darin entdecke.“

Vor rund drei Jahren schloss Brigitte Gläsel ihre Praxistüren an der Herbergstraße und verabschiedete sich in den Ruhestand. Fortan wollte sie sich ausschließlich ihrer großen Leidenschaft, der Kunst, widmen. Ihr Atelier in der eigenen Wohnung nahe der Achimer Marsch war schnell zu klein geworden. Sie habe oft Zimmer und Möbel umgeräumt, aber arbeiten und wohnen habe sie darin nie in Einklang gebracht. „Auch das Licht hat nie gut gepasst“, beklagt die Künstlerin. Die Zimmer in dem Altbau seien generell zu dunkel, und Schlagschatten stören die Arbeit an Staffelei und Werkbank.

Glücklich über die neuen Präsentations- und Arbeitsräume: Im neuen Atelier kann Brigitte Gläsel nun auch Gäste empfangen oder Kurse anbieten.

So habe sie bereits seit Langem nach einer geeigneten Alternative gesucht, lange aber auch vergeblich. Beinahe habe sie aufgeben wollen, da wurde ihre Suche doch noch von Erfolg gekrönt: Über ihre guten Kontakte in die örtliche Künstlerszene hörte sie von den leerstehenden Räumen in City-Nähe. In dem Haus an der Ecke Achimer Brückenstraße hatte zuvor die Tortenmanufaktur von Jutta Köhler-Becker residiert. Nun aber standen die hellen, zentral gelegenen Zimmer leer, und Brigitte Gläsel packte die Chance beim Schopf – und mietete ab April das kleine Studio als Arbeits- und Ausstellungsort. „Das hat auf den ersten Blick gepasst“, freut sich die Psychologin und Kunstpädagogin, „und besonders an Markttagen wird der Standort von vielen Menschen wahrgenommen, die von der Straße neugierig in die offenen Fenster schauen.“ Nun verfüge sie über drei Räume, in denen sie künftig auch Kurse in Malerei, Collagieren und Drucktechniken für Kleingruppen und Einzelunterricht anbieten möchte.

Die neue Arbeitsumgebung habe sofort einen kreativen Prozess in Gang gesetzt: „Ich habe viele neue Ideen entwickelt“, sagt die vielseitige Künstlerin, „das Licht und die Freiheit haben meine Farbkombinationen und meine Farbigkeit verändert.“

Linien und Räume bilden das Grundthema in allen Arbeiten von Brigitte Gläsel. Inzwischen befasst sie sich intensiv mit Abstraktion.

Sie wolle nun ihre Themen, insbesondere Linien und Räume, weiter fortsetzen und mit unterschiedlichen Techniken gestalterisch umsetzen. „Linien können Räume eröffnen oder Räume gestalten“, weiß die gebürtige Wolfsburgerin, „sie können Grenzen bilden oder Übergänge schaffen.“

Im Atelier zeigt sie Arbeiten der letzten fünf Jahre, darunter Zeichnungen, Drucke und auch Mischtechniken. Interessierte seien stets willkommen, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Besuch empfängt Brigitte Gläsel nach Vereinbarung per E-Mail aninfo@brigitte-glaesel.de oder unter der Telefonnummer 0173 / 618  89  73.

Von Ingo Schmidt

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