Neubauten in Achim und Baden geplant

Autos als das Problem neuer Kindergärten

Achim - Weil der Gesetzgeber es verlangt, die Nachfrage der Eltern riesig ist und Nachmittagsgruppen kaum noch gefragt sind, investiert die Stadt mächtig in Kindergartengebäude in Achim. Rund 6,7 Millionen Euro sind es jetzt in den nächsten Jahren in Uphusen, Bierden und Achim-Nord. Hinzu kommen neue Kitas privater Träger in Uesen und in Baden.

Nun beschäftigte sich der städtische Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr mit den Bauprojekten in Achim an der Halleschen Straße und in Baden am Lahof.

An der Halleschen Straße ist nach der Schließung des Abenteuerspielplatzes für Kinder und Jugendliche, der Anwohner zu sehr störte, eine 3855 Quadratmeter große Fläche frei geworden, die bisher für zweigeschossige Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser vorgesehen war. Zwei Krippengruppen und drei Gruppen für ältere Kinder sind in diesem Neubau vorgesehen. Joachim Schweers (Grüne) machte schon jetzt darauf aufmerksam, dass angesichts einer Sackgasse als Zufahrt kein Verkehrschaos entstehen dürfe durch motorisierte Eltern.

Dieses Problem stellt sich auch bei dem geplanten neuen Kindergarten am Lahof in Baden, der nicht von der Stadt, sondern von einem freien Träger gebaut werden soll. Nach unseren Informationen handelt es sich dabei um die Lebenshilfe.

Auch hier sind in einem Neubau nördlich der Lahofhalle, die bisher als Grün- und Grillfläche genutzt wird, zwei Krippen- und drei Kitagruppen für Kinder von drei bis sechs Jahren vorgesehen. Nach den bisherigen Planungen sollte der Neubau über der dort der Stadt gehörendes Sportgelände angefahren werden; wie überhaupt, ist noch nicht klar.

Doch das stößt auf großen Unmut nicht nur beim Vorsitzenden des TV Baden, Helmut Masemann, der sich das überhaupt nicht vorstellen kann. Auch Erwin Dirk (CDU) fragte jetzt in der Ausschusssitzung, ob die Autos an den Duschräumen der Lahof-Sporthalle vorbeifahren sollten. Selbst Stadtplanerin Angelika Steinbach ließ durchblicken, dass sie solche Lösungen nicht für glücklich hält.

Eltern durchaus kleinen Fußweg zumuten

Petra Geisler (SPD) meinte, unterstützt von einigen anderen, den Eltern sei es auch durchaus zuzumuten, den Parkplatz an der Lahofhalle zu nutzen und die wenigen Meter zum Kindergarten zu gehen. Manche Kinder wohnten ohnehin im Neubaugebiet am Lahof und müssten nicht über die Landesstraße gebracht werden.

Auf neue Straßen als Zufahrt könne man deshalb getrost verzichten, meinte sie. Das wird jetzt weiter innerhalb der Stadtverwaltung, der Gremien des Stadtrats und der beteiligten Bevölkerung erörtert werden.

Den von Karl-Heinz Lichter (CDU) ins Gespräch gebrachten Alternativstandort für den neuen Kindergarten, eine Grünfläche am Badener Friedhof, will die Stadt nicht weiterverfolgen, da es auf dem Gelände nach Aussage des 1. Stadtrats Bernd Kettenburg erhebliche Entwässerungsprobleme gibt.

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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