Architekt informiert: „Kleine Überraschung“ bei Millionenprojekt in Uphusen

Neubau für Grundschule entsteht über alter Toilette

Architekt Harald Meierdierks (Zweiter von rechts) von der Gruppe GME erläutert hier den Mitgliedern des Ortsausschusses Uphusen den Plan für den Schulerweiterungsbau. Das alte Gerätehaus (links) soll am Anfang der großen Ferien abgerissen werden. - Fotos: Mix

Uphusen - Bei den im März begonnenen Bauarbeiten zur Erweiterung der Grundschule Uphusen hat es eine „kleine Überraschung“ gegeben. Die angenommene Drei-Kammer-Klärgrube im Bereich der Grünfläche habe sich als unterirdische Toilettenanlage aus früheren Zeiten entpuppt, unterrichtete Architekt Harald Meierdierks von der Achimer Firma GME den Ortsausschuss Uphusen am Mittwochabend beim Ortstermin an der Baustelle.

Ansonsten verlaufen die Arbeiten nach Plan, erfuhren die Kommunalpolitiker. Bis Mitte 2017 soll die Schule durch einen Neubau, der die vorhandenen Gebäude unterschiedlichen Alters über den Lehrerparkplatz verbindet, erweitert werden. Der entstehende zweigeschossige Trakt wird fünf Klassenräume, PC-Bereich, zwei Horträume, eine Empfangshalle/Aula, Mensa und Küche beherbergen. Für den Neubau werden nach Angaben von Meierdierks 33 Bohrpfähle in den Boden gerammt, um alle Gebäude auf das gleiche Höhenniveau zu bringen. Wenn das Projekt mit von der Stadt veranschlagten Kosten von 2,3 Millionen Euro zum Beginn des Schuljahres 2017/18 vollendet ist, soll die Grundschule Uphusen zur Ganztagsschule werden.

Im fertigen Zustand zeigt sich bereits der neu angelegte Lehrerparkplatz. Während der Sommerferien sollen laut dem Architekten die Klassenräume in den Altbauten saniert werden. Der Plan sieht vor, Decken und Türen den aktuellen Erfordernissen des Brand- und Schallschutzes anzupassen, und auch neue Beleuchtung und Fußböden gehören mit zum Konzept.

Solange die Bauarbeiten an der Schule andauern, dürfe die Straße An der Schule nur in Richtung Flurstraße befahren werden, informierte Steffen Zorn, Leiter des Fachbereichs Grundstücks- und Gebäudeverwaltung bei der Stadt. Danach werde die Strecke saniert und wahrscheinlich wieder in eine Sackgasse umgewandelt.

Bis zur Fertigstellung der Schule müssten es die Anwohner der Flurstraße leider in Kauf nehmen, weiterhin mit einer Staub- oder Matschpiste vor ihrer Haustür zu leben, machte Zorn in der Ausschusssitzung im Hotel Haberkamp deutlich. „Erst wenn die Baufahrzeuge da nicht mehr durch müssen, wird asphaltiert.“

mm

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