Neuartiges Konzertereignis

„Rock im Park“ gerät zur Stadtteilparty

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Weit mehr als 200 Besucher waren zur Bühne in Dürings Park gepilgert, um das Rockspektakel mitzuerleben. „Die Patzer“ aus Bassen spielten einen begeisternden Auftakt.

Baden - Von Ingo Schmidt. Mit dem Wetter hatten die Organisatoren vom ersten „Rock im Park“ richtig viel Glück: Während die Aufbauarbeiten am Samstagnachmittag im Badener Dürings Park noch von Regenschauern unterbrochen worden waren, begrüßte eine strahlende Abendsonne das heranströmende Publikum – von ganz Jung bis Alt versammelten sich etwa 250 Anwohner, Familien, Freunde und Musikfans im Theaterrund, um sich vom neuartigen Konzert-Event begeistern zu lassen.

„Vor vielleicht anderthalb Jahren kam uns die Idee, ein Alternativprogramm zu bisherigen Veranstaltungen auf die Beine zu stellen“, beschreibt Dennis Fischer vom Förderverein der Ortsfeuerwehr Baden den Geburtsprozess von „Rock im Park“. „Wir haben uns nach möglichen Bands umgehört und unsere Feuerwehr-Aktiven mobilisiert.“ So entstand unter der Schirmherrschaft der Arbeitsgemeinschaft der Badener Vereine nun ein rundum gelungener Konzertabend mit hervorragend organisierter Verpflegung am Rande und brettharter Rockmusik im Mittelpunkt.

Zum Auftakt boten „Die Patzer“ Songs zurückliegender Rock-Epochen. „Wir spielen alles, wo ein bisschen Druck dahinter steht“, bringt Bassist Jens Blohme das Repertoire auf den Punkt: Von AC/DC über Whitesnake, Bon Jovi, Ramones oder Neil Young präsentierten die Bassener eine mitreißende Mischung, die klangstark von der Tribüne widerhallte.

Diesen gelungenen Auftakt setzten die Musiker von „VERrockt!“ um die Badener Hendrik Meyer und Christian Löschen gekonnt fort. Die Lokalmatadore kleiden meist deutschsprachige, jüngere Stücke in rockige Klänge wie etwa „Willst du“ von Alligatoah oder „Lila Wolken“ von Materia.

Die Rocker von „VERrockt“ lassen populäre Songs in brettharten Tönen neu erklingen.

Den Abschluss gestalteten die Achimer „The Rampage Bros.“ mit bodenständigen Cover-Rockklassikern der vergangenen fünf Jahrzehnte, möglichst dicht am Original. „Für handgemachte Musik, so wie wir sie spielen, gibt es heute kaum noch eine Bühne“, beklagt Bernd Altevers die aktuelle Entwicklung. Deshalb unterstützen die Hobby-Rocker Projekte wie „Rock im Park“ und sind auch bereit, ohne Gage vor Publikum aufzutreten.

Alle drei Bands spielen nur wenige Male im Jahr und haben honorarfrei die Park-Bühne zum Beben gebracht. Die Umbaupausen nutzten die Veranstalter für einen Rundgang mit dem Spenden-Feuerlöscher.

„Mit dem Ergebnis können wir heute sehr zufrieden sein“, resümiert Dennis Fischer, und sicherlich war dies nicht der letzte Rock im Park. Dem Badener Publikum jedenfalls hat die Premiere gefallen.

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