Bilanzsumme erstmals mehr als eine Milliarde Euro

Bremische Volksbank stellt Bilanz vor: „Neidischer Blick nach Achim“

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Vorstandsvorsitzender Ulf Brothuhn (rechts), sein Vorstandskollege Detlev Herrmann und Achims Geschäftsstellenleiterin Ute Gajus präsentierten gestern in der Achimer Niederlassung das Jahresergebnis 2017 der Bremischen Volksbank.

Achim - „Manche in Bremen gucken neidisch nach Achim“, sagt Ulf Brothuhn, Vorstandsvorsitzender der Bremischen Volksbank. Das liege auch mit an der in der kleineren Weserstadt betriebenen Ordnungspolitik, etwa im Hinblick auf schnelle Baugenehmigungen, äußerte der Bankchef gestern in einem Pressegespräch in der Achimer Filiale. Dass Amazon sein Logistikzentrum in Achim und nicht in Bremen bauen wolle, darüber wundere sich doch der eine oder andere in der Hansestadt.

Im Beisein von Vorstandsmitglied Detlev Herrmann und der Achimer Geschäftsstellenleiterin Ute Gajus stellte Brothuhn das „überdurchschnittliche Jahresergebnis“ 2017 der Bank vor. Er sprach von einem „starken Kundenwachstum deutlich über dem Branchentrend“. Die Volksbank profitiere von der „Entscheidungsstärke in eigener Hand vor Ort in Bremen“ und auch vom „wirtschaftsstarken Standort Achim“.

Um 11,6 Prozent auf erstmals mehr als eine Milliarde Euro wurde die Bilanzsumme nach Angaben des Geldinstituts gesteigert. „Während das Kreditgeschäft in Deutschland nur leicht positiv wuchs, trugen die weiterhin stabil hohe Nachfrage nach Baufinanzierungen von Privatkunden und ein deutlich ausgeweitetes Firmenkundengeschäft zum Kreditwachstum um 13,3 Prozent auf netto 81,2 Millionen Euro der Bremischen Volksbank bei“, erläuterte Brothuhn.

Kreditgeschäft legt um 12,5 Prozent zu

Sein Vorstandskollege Herrmann berichtete zudem von einem „signifikanten Wertpapierzuwachs“ im zweistelligen Bereich. „Da muss man das richtige Profil für jeden einzelnen finden.“

Auch in der Geschäftsstelle Achim freut sich der Vorstand über eine „dynamische Entwicklung“. Das Kreditgeschäft kletterte um 12,5 Prozent nach oben. Die Einlagen wuchsen um rund sieben Millionen Euro oder 9,8 Prozent. Beim Wertpapiergeschäft wurde sogar ein Plus von 15,4 Prozent verzeichnet.

„Dies gepaart mit dem etwa fünfprozentigen Wachstum bei den Mitgliedern und somit Eigentümern der Bremischen Volksbank in Achim auf nunmehr fast 1 200 Mitglieder ist ein Indiz, dass zum einen das genossenschaftliche Geschäftsmodell auch in Achim funktioniert und zum anderen die hohe Beratungsqualität unseres Team vor Ort sich auszahlt“, erklärt Brothuhn. „Das Vertrauensverhältnis zu den Kunden ist wichtig“, betont Niederlassungsleiterin Ute Gajus.

Die Branche, waren sich die Fachleute einig, stehe jedoch unter Druck. Brothuhn nannte die anhaltenden Niedrigzinsen, die von der Europäischen Zentralbank verordnet seien, die Digitalisierung, die weiterhin erhebliche Investitionen der Institute erfordere, und die Regulierung, also die Zunahme von Vorschriften, die aber auch dem Verbraucherschutz dienten. - mm

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