„Naviga“kommt und „Capricorn“ geht

Marktführer zieht aus Bremen zu

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Wechsel im Gewerbepark an der Adresse Im Finigen 11. „Capricorn“-Geschäftsführer Thomas Heuermann (Zweiter von links) zieht hier mit dem Unternehmen „Capricorn“ aus, Geschäftführer Michael Kratz mit der „Naviga-GmbH“ ein. Links Grundstücks- und Gebäudeeigentümer Adolf Brockmann und rechts der Achimer Wirtschaftsförderer Martin Balkausky.

Achim - Von 5 400 Gewerbeämtern Deutschlands benutzen etwa 3000 die Software der Firma „Naviga“, berichtet Geschäftsführer Michael Kratz nicht ohne Stolz. Mit dem Programm „migewa“ ist das Ur-Bremer Unternehmen bundesweit Marktführer beim Software-Angebot für Gewerbeanmeldung und Erlaubniswesen. Die „Naviga“-GmbH zieht demnächst nach Achim.

Sie betreut über 2 500 Gemeinden, Städte und Landkreise in ganz Deutschland – auch die Achimer Stadtverwaltung – und suchte dringend Erweiterungsmöglichkeiten am Standort Bremen. „Es fehlten dort aber letztlich die Alternativen“, bedauert Kratz.

Vom Achimer Wirtschaftsförderer Martin Balkausky kam bereits vor Monaten der Vorschlag, sich doch einmal im Gewerbepark Uesen umzuschauen.

Das Gebäude und Grundstück im Finigen 11 sagte den Bremern gleich zu. Dort bietet sich auch noch Spielraum für weitere Expansion. Eigentümer ist Adolf Brockmann vom früher hier ansässigen AB-Planungsbüro für Lackier- und Beschichtungsanlagen.

Natürlich „mit einem weinenden Auge“ ziehe „Naviga“ komplett mitsamt den rund 30 Beschäftigten aus Bremen weg, macht der Geschäftsführer deutlich. Ab Ende September soll der Betrieb dann in Achim weitergeführt werden. Größere An- und Umbauten über die Renovierungsarbeiten und Neugestaltung von Räumen hinaus sind bisher nicht vorgesehen.

Der Zuzug dieses Marktführers ist die eine, hellere Seite der Medaille. Auf der anderen steht der Auszug des seit 21 Jahren in Achim ansässigen Unternehmens „Capricorn“mit gut 50 Beschäftigten. Es wechselt „in Richtung Weserpark“, wie es Geschäftsführer Thomas Heuermann ausdrückt. Ja, der neue Standort dieser Consulting-Firma für IT-Infrastruktur und Spezialapplikationen liege auf Bremer Boden, verdeutlicht er auf Nachfrage.

Im Fall „Capricorn“ blieb die gemeinsame Suche mit dem Wirtschaftsförderer nach geeigneten größeren Flächen im Achimer Bereich letztlich ergebnislos. Bis Ende August zieht das Unternehmen um.

Durch die Neuansiedlung aber wird der Verlust an „ausgewanderten“ Arbeitsplätzen zumindest zum erheblichen Teil ausgeglichen. Geschäftsführer Michael Kratz rechnet zudem damit, dass bei der „Naviga GmbH“ in absehbarer Zeit noch mehr Menschen Beschäftigung finden.

la

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