Naturschutzbund informiert die Menschen über den Lebensraum Weser

„Vergleichbares gibt es in Norddeutschland kaum“

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Nicht nur der Naturschutzbund und der Achimer Bürgermeister freuen sich über die Informationstafeln, die die Besucher an der Weser in Baden aufklären, welche besonderen Lebewesen diesen Raum auch schätzen.

Achim  - Was für ein grandioser Ausblick, wenn man aus Richtung Uesen kommend die Badener Weserhänge erreicht und von oben weit ins Wesertal hinunter schaut. „Auf den ersten Blick sieht man nur Grün. Der Schein trügt jedoch. Die Weserhänge bieten ein sehr großes Artenpotenzial für Flora und Fauna. In Norddeutschland gibt es kaum etwas Vergleichbares“, berichtet die Botanikerin Dorothee Lehmann.

Am Wochenende würdigte der Naturschutzbund die zwei großen Informationstafeln über den so unscheinbaren Lebensraum Weserhang, die er schon vor geraumer Zeit am Weserufer und auf der Höhe der Straße am Weserhang aufgestellt hatte. Wir berichteten.

Ausgewiesene Experten schätzen, dass hier etwa 300 Käferarten vorkommen. Unter ihnen befinden sich zahlreiche seltene oder für den Weserraum neue Spezies, wie zum Beispiel der Pinselkäfer oder der Gold-Läuferkäfer.

Ebenso wertvoll ist das Spektrum der hier wachsenden Pflanzenarten.

20 Kräuter und Gräser

auf Roter Liste

Unter den rund 120 kartierten Kräutern und Gräsern befinden sich über 20, die in der Roten Liste geführt werden. Sie bilden die Grundlage für das Vorkommen des außergewöhnlichen großen und wertvollen Insektenarten-Spektrums am Badener Weserhang.

Dieses Wissen soll für zukünftige Generationen auf den zwei Tafeln gefestigt werden. Bürgermeister Rainer Ditzfeld bedankte sich nochmal ausdrücklich beim Kreisvorsitzenden des Nabus Bernd Witthuhn und dem ganzen Nabu-Team für diese Umsetzung.

Nach langjähriger Untersuchungen erstellten mehrere Fachleute die Texte und Fotos für die Infotafeln. Die Entstehungsgeschichte, die Texte über Standortverhältnisse und über Pflanzen erarbeitete die Botanikerin Dorothee Lehmann und verfasste, unterstützt von ihrer Kollegin Heike Vullmer, die wertvolle Flora. Erika Jansch stellte zahlreiche Pflanzenfotos zur Verfügung. Der Insektenkundler Helmut Riemann machte eine Bestandsaufname der einzigartigen Insektenarten, fotografierte sie und erstellte die fachbezogen Texte. Finanziell umgesetzt konnte dies durch die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung. „Die biologische Vielfalt in diesem Gebiet ist ein wahrer Schatz. Mit dem Wissen auf den Schildern, können Passanten ihre Sinne einmal selber schärfen und nach allerhand Pflanzen und Tiere Ausschau halten“, freut sich die Stiftungsbotschafterin Angelika Brunkhorst.

Wie jetzt schon zu beobachten, lesen neben den Einheimischen auch viele Radtouristen aus ganz Deutschland während ihrer Rast auf den Tafeln nach, welche besonderen Lebewesen hier wachsen, gedeihen und sich tummeln.

kg

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