Nahtlos neu besetzt

Janina Bochnig ist die neue Marktmeisterin in Achim

Arbeiten, wo andere einkaufen: Achims neue Marktmeisterin Janina Bochnig gestern beim ersten Rundgang. Foto: LDU

Achim - Von Lisa Duncan. Der Achimer Wochenmarkt hat ein turbulentes Jahr hinter sich: Das Scheitern des Testballons „Feierabendmarkt“ und das erste Foodfestival „Achim kocht!“, das sich hingegen als Publikumsmagnet erwies, sind dabei besonders im Gedächtnis geblieben. Zum Jahresbeginn 2019 kam mit Janina Bochnig eine neue Marktmeisterin.

Der Tag begann früh für Janina Bochnig: Gegen 5.30 Uhr, bevor um 7 Uhr der Wochenmarkt anfing, war sie bei eisiger Kälte beim Aufbau zur Stelle, um als neue Ansprechpartnerin der Beschicker auf dem Achimer Wochenmarkt vor allem viele Hände zu schütteln. „Das war schon ein intensives Input. Es wird noch etwas dauern, bis ich alle Namen drauf habe“, erklärt die 33-Jährige beim Pressegespräch viele Stunden später. Bochnig ist neue Marktmeisterin in Achim – und folgt damit in einem nahzu nahtlosen Übergang Myriam-Yasmin Schulz.

Letztere habe Ende 2019 entschieden, dass sie sich beruflich anders orientieren wolle, berichtet Wirtschaftförderer Martin Balkausky. Entsprechend rasch musste die Neubesetzung erfolgen.

Janina Bochnig hat Sozialwissenschaften studiert und ist gelernte Kauffrau für Marketingkommunikation. Zunächst wird sie gemeinsam mit Klaus Uellendahl, der noch bis Ende 2019 im Amt bleiben soll, das Marktgeschehen organisieren. Beim Aufbau dabei sein, planen, wo die Stände hinkommen, Hilfestellung bei Problemen geben und Standgebühr kassieren sind nur einige ihrer Aufgaben. Im anderen Teil ihrer Vollzeitstelle wird sich Bochnig als städtische Verwaltungsfachkraft im Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing betätigen, erläutert Balkausky.

Auf die Stellenausschreibung kam Bochnig über ein Jobportal im Internet. Mit Wohnsitz in der Neuen Vahr Süd („wie der Herr Lehmann“) sei ihr aber der Achimer Wochenmarkt auch zuvor schon ein Begriff gewesen. „Ich freue mich, dass ich diesen Job machen darf. Ich denke, er bietet ein breites Feld an Einsatzmöglichkeiten“, sagt Bochnig und nennt beispielhaft die wiederkehrenden Großveranstaltungen wie Wirtschaftsforum, Stadtfest oder auch – für Bochnig als Food-Blog-Fan besonders interessant – das kulinarische Event „Achim kocht!“.

Das frühe Aufstehen, das die neue Stelle naturgemäß mit sich bringt, bereitet Bochnig keine Probleme: Sie hat schon als Packkraft in einer Drogerie gearbeitet. Zuletzt ist sie Projektmanagerin bei einer Werbeagentur gewesen, wo ihr Alltag ihr aber etwas zu bürolastig erschien. „Ich wollte etwas machen, wo ich selber aktiv werden und selbstständig agieren kann“, betont Bochnig.

Auch wenn Klaus Uellendahl Ende des Jahres in den Ruhestand geht, will die Stadt die Marktmeister-Position auch künftig mit zwei Personen besetzen. „Allein für Krankheitsausfälle oder, wenn jemand Urlaub hat, sollte trotzdem immer jemand als Ansprechpartner da sein“, erläutert Balkausky.

Dass sie den erfahrenen Kollegen Klaus Uellendahl für die Anfangszeit an ihrer Seite hat, sieht die „Neue“ als Plus: „Ich bin natürlich froh darüber in der Einarbeitungszeit.“

Eine zentrale Aufgabe besteht laut Balkausky darin, als „Ohr der Stadt“ mit den Marktbeschickern zu kommunizieren. Dazu wird zum Beispiel etwa alle halbe Jahr eine Marktversammlung einberufen. „Vielleicht ergeben sich daraus Ideen für neue Veranstaltungen oder neue Stände“, hofft Martin Balkausky. Je nach Wochentag, ob Mittwoch oder Samstag, unterscheide sich das Angebot deutlich, und es komme immer mal wieder vor, dass Standplätze frei würden.

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