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Achim: Ideenwettbewerb für Start-Ups und Co. gestartet

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Von: Marvin Wennhold

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Ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen soll nach Angaben von Achims Wirtschaftsförderin Stefanie Schleef dabei helfen, leeren Geschäften in der City, wie hier an der Herbergstraße 6, wieder Leben einzuhauchen.
Ein Förderprogramm des Landes Niedersachsen soll nach Angaben von Achims Wirtschaftsförderin Stefanie Schleef dabei helfen, leeren Geschäften in der City, wie hier an der Herbergstraße 6, wieder Leben einzuhauchen. © WENNHOLD

Achim – Der Quadratmeterpreis für Ladenmiete in der Achimer City liegt bei rund zehn Euro. Das ist viel „Heu“ – gerade für junge Kreative oder kleine Start-Ups. Doch genau die sollen möglichst bald in leere Geschäfte einziehen, um der Stadt wieder mehr Leben einzuhauchen. Wie das funktionieren soll? Mit dem Förderprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes Niedersachsen.

Zusammen mit der Förderung schrumpft der Mietpreis dann auf zwei Euro pro Quadratmeter plus Nebenkosten. Mieter ist dann nicht der jeweilige Betreiber des Ladens, sondern die Stadt selbst. „Wir schließen dann einen Untermietvertrag mit dem Vermieter“, sagt Stefanie Schleef von der Abteilung Wirtschaftsförderung der Stadt Achim. In den Genuss der rosigen Konditionen sollen möglichst junge Unternehmer, Start-Ups oder Kreative kommen. „Sie bekommen dann Unterstützung, damit sie ihre Ideen ohne großes Risiko umsetzen können.“ Laut Schleef werden die sogenannten Pop-up-Stores bis einschließlich 31. März 2023 von der Stadt gemietet. „Das Ziel ist natürlich, dass sich die neuen Mieter, nach dem Förderzeitraum, mit dem Vermieter langfristig einig werden“, sagt Schleef. Das Projekt dient dabei also als Entscheidungshilfe. Eine nachhaltige Nutzung ist aber natürlich kein Muss. Jeder könne erst einmal ausprobieren, ob es für die jeweilige Idee einen Markt in Achim gibt“, sagt Schleef. „Die Bewerber sollten sich jedoch im Vorfeld schon darüber Gedanken machen, ob es Mitbewerber gibt oder die Idee noch einzigartig ist im Achimer Stadtgebiet.“

Insgesamt nehmen an dem Projekt vier Läden in der Größenordnung von 65 bis 260 Quadratmetern in der Achimer City teil. Drei davon liegen an der Obernstraße mit den Hausnummern 16, 26 und 45 (Marktpassage). Ein viertes Geschäft steht an der Herbergstraße 6 für neue Mieter bereit.

Für den offiziellen Start am 1. April stehen vorerst jedoch nur zwei Läden zur Verfügung. Die Räume des ehemaligen Sportgeschäfts „Teamsport Philipp Lorenz“ in der Marktpassage sowie im früheren Gebäude der Deutschen Bank sind nämlich aktuell noch an zwei Corona-Testzentren vermietet. „Wir können natürlich nicht genau sagen, wie lange die Räume noch als Testcenter genutzt werden. Wir gehen aber davon aus, dass sie ab Mai, vielleicht auch Anfang Juni, zur Verfügung stehen“, sagt Schleef.

Die Bewerbungsphase für den Ideenwettbewerb, der die neuen Mieter für die leerstehenden Geschäfte ermitteln soll, läuft bereits. Sie ist genauer gesagt am Donnerstag, 17. Februar, um 16 Uhr gestartet. Ab sofort können sich also laut Stadt „Gründer, Kreative, Mutige, Kluge, Macher und alle, die die Chance ergreifen wollen, Ihre Geschäftsidee zu realisieren“, bewerben.

Demnach soll die Bewerbung möglichst eine Kurzbeschreibung zur Person, Werdegang, Erfahrung und eine Beschreibung des Projekts enthalten. Dabei ist laut Schleef auch die Information wichtig, warum gerade die jeweilige Geschäftsidee in die Achimer Innenstadt gehöre.

Auch Fotos und sogar kurze Videos können beigefügt werden. „Es gilt das Motto: einreichen, ausprobieren und gucken, was passiert.“

Eine Jury, die sich aus Vertretern der Politik, der Verwaltung und der Unternehmergemeinschaft Achim zusammensetzt, gibt dann Schleef zufolge am 21. März bekannt, wer die freien Ladenflächen zur Verfügung gestellt bekommt.

Bewerbungen können bis einschließlich 16. März per E-Mail an achimwandel@stadt.achim.de oder s.schleef@stadt.achim.de (maximal zehn MB) gesendet werden. Das Bewerbungsformular kann auf der Seite der Stadt Achim (www.achim.de) heruntergeladen werden.

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