Musikalischer Neujahrsspaziergang

Bremer Kaffeehausorchester begeistert das Publikum im Kasch

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Bereits seit acht Jahren kommt das Bremer Kaffeehausorchester zum Neujahrskonzert ins Kasch (v.l.): Johannes Grundhoff (Klavier), Gero John (Cello), Anselm Hauke (Kontrabass), Constantin Dorsch (Violine) und Klaus Fischer (Flöte, Saxofon, Klarinette).

Achim - Von Ingo Schmidt. Klassiker der Musikgeschichte im lockeren Kaffeehaus-Stil arrangiert, technisch perfekt inszeniert und auf der Bühne präsentiert, manchmal mit einem Augenzwinkern – so lässt sich ein Neujahrskonzert des Bremer Kaffeehausorchesters knapp zusammenfassen.

Das außerordentliche Konzertereignis lockte im achten Jahr zum Jahresbeginn eine breite Fangemeinde ins Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch), und zahlreich drängten die Besucher am Freitagabend in den restlos ausverkauften großen Saal.

„Unsere Gäste erwartet ein fröhliches und abwechslungsreiches Programm, mit dem wir gemeinsam das neue Jahr feiern wollen“, versprach Cellist Gero John im Bühnenaufgang.

Unter dem Titel „Champagnerlaune“ spielten die Musiker bereits ihr zweites Konzert im jungen Jahr, die Stücke hatten sie eigens für diesen Abend zusammengestellt. „Wir fangen dort an, wo die Wiener Philharmoniker traditionell aufhören“, bemerkte Klaus Fischer scherzhaft zum Auftakt, und kündigte damit den Walzer-Klassiker „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß an. Anschließend führte das Quintett sein Publikum hinaus aus dem „feinen Salon“ in die etwas anrüchige Kneipenwelt des Tango Argentino. „Die Lieder von Carlos Gardel handeln von übermäßigem Alkohol- und Drogenkonsum, schnellen Pferden und schönen Frauen“, verkündet Klaus Fischer einen anschließenden Stimmungswechsel.

Munter folgten weitere „Schätzchen“ unterschiedlicher Epochen und Stilrichtungen. Mit Leichtigkeit und sichtlicher Spielfreude intonierten die Künstler Kompositionen wie etwa von Richard Heuberger, Georges Bizet, Duke Ellington, John Lennon und Paul McCartney oder Giuseppe Verdi in ihrer ureigenen Kaffeehaus-Diktion.

Die Konzerte des Bremer Kaffeehausorchesters gelten als ein absolutes Highlight. Die fünf Musiker lernten sich während ihres Studiums kennen und spielen seit fast 30 Jahren in gleicher Besetzung. „Wir passen die Stücke soweit an, dass man glauben könnte, sie seien von uns“, beschreibt Klaus Fischer die Besonderheit.

Den Abschluss ihrer fast zweistündigen Bühnen-Performance bildeten die Zugaben „Bei mir bist Du schön“, „I Will Survive“ und „What A Wonderful World“.

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