Musical-Stars bereiten Achimer Publikum wieder viel Freude

Vom König der Löwen bis zum Sonderzug nach Pankow

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Die Stars der Musical-Night sind schon gute Bekannte in Achim und haben eine große Fangemeinde.

Achim - Von Bernd Hägermann. Für alle ausführenden Bühnenkünstler ist Musical, das meistens unbeschwert daherkommt und als eher leichte Muse gilt, ernsthafte Arbeit. Scheinbar mühelose Auftritte und die Präsentationen von Melodienfolgen sowie schwungvolle tänzerische Einlagen sind nicht zuletzt das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitung. Diese Professionalität ist beim Ensemble der „Musical Night“ besonders ausgeprägt.

Die Truppe um Regisseurin Colby Thomas gastierte am Dienstagabend in einer Veranstaltung des Achimer Kreisblattes zum wiederholten Mal in Achim. Die musikalische Leitung hatte Axel Törber. Das Publikum in der Aula des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums ließ sich mehr als zwei Stunden lang in die Welt des Musicals entführen.

Darin geben immer noch Komponisten wie Sir Andrew Lloyd Webber oder Leonard Bernstein den Ton an. Im steten Wechsel mit der Musik korrespondierten bunte Kostüme

Das Ensemble von „Musical Night“ schlug einen Bogen über 70 Jahre Musical und orientierte sich dabei auch an Neuerscheinungen. Über deren Erfolg wird vor allem am Broadway entschieden. Wer und was es in New York schafft, schafft es bekanntlich überall.

So wie „Cabaret“ - die Verfilmung machte Liza Minelli zum Weltstar - oder „Rocky“, der im Film und auf der Bühne mit wenig boxerischem Talent, aber mit ganz viel Herz kämpft. Neu das am Broadway in New York reüssierte „Something Rotten!“, das die Zuhörer ins 16. Jahrhundert versetzt und den Aufstieg von Shakespeare thematisiert.

Begonnen wurde diese „Musical Night“ in leichter Abwandlung mit „Seid willkommen in Achim“ statt in Berlin und zwei Liedern aus „Les Misérables“. Es folgten „Ich gehör nur mir“ aus „Elisabeth“ und zwei Stücke aus „Das Wunder von Bern“, das Deutschlands ersten Gewinn einer Fußball-Weltmeisterschaft behandelt, aber ebenso das Vater-Sohn-Verhältnis in schwieriger Nachkriegszeit. Klassiker des Musicals sind „Der König der Löwen“, „Jesus Christ Superstar“ oder „Hair“. Aus Letzterem gab es „Good morning Starshine“ zu hören. Turbulent wurde es bei „Sister Act“, den Blues Brothers und kaum weniger in Bernsteins „West Side Story“, in der sich jugendliche Banden bekämpfen.

Das Ensemble der Musical Night“ (Corey Townsend, Alexandra Gentzen, Nicole Bolley, Simon Tunken, Deimos Virgillito) löste Tickets für den „Sonderzug nach Pankow“, sah Hoffnung „Hinterm Horizont“ und überzeugte das Publikum mit einem Medley aus Abba und Udo Jürgens. Natürlich durfte „Das Phantom der Oper“ nicht fehlen. Darin beispielsweise gab Simon Tunkin, der in Achim nicht nur mit Stimme, sondern auch mit seinem komödiantischen Fähigkeiten auffiel, in London und Hamburg die Erstbesetzung.

Für die Band um Axel Törber und die einzelnen Gesangskünstler gab es zwischendurch und am Ende des Konzerts viel Beifall.

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