Motorisierte Eltern dürfen nur bis zum Parkplatz der Lahof-Sporthalle fahren

65 Meter lange hölzerne Kita für maximal 105 Kinder

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Hier soll der neue Badener Kindergarten entstehen.

Baden - Kein Ortsteil in Achim wächst durch Zuzüge und Kinderreichtum so wie Baden. Deshalb wird die Stadt auch schon bis zum nächsten Kindergartenjahr ab Spätsommer 2017 dort neben dem vorhandenen städtischen und der Paletti-Kita der Lebenshilfe im Grundschulgebäude einen weiteren Kindergarten am Lahof bauen, den die Lebenshilfe betreiben will. In der Aula der Grundschule informierte die Stadt nun über Einzelheiten.

Überraschender Weise waren jedoch kaum Eltern zu der um 17.30 Uhr begonnenen Veranstaltung gekommen.

Fachbereichsleiterin Wiltrud Ysker hatte eingangs aufgezeigt, dass die Stadt beim Kindergartenangebot in allen Ortsteilen gefordert sei. So sind in Uesen der neue Kindergarten im Stadtwald-Wohngebiet entstanden, der an der Heinrich-Laakmann-Straße runderneuert und erweitert, die Uphuser Kita vergrößert worden. In Bierden wächst an der Grundschule ebenfalls ein zweiter Kindergarten in diesem Ortsteil, dem an der Halleschen Straße in Achim-Nord ein weiterer zweiter Kindergarten dort folgen wird mit fünf Gruppen, zwei für Krippenkinder und drei für ältere Kinder.

Das gleiche Angebot, für zwei Krippengruppen und drei gewöhnliche inklusive Kita-Gruppen für maximal 105 Kinder, wird es in Baden geben.

Die Räume sollen für geschätzte 3,1 Millionen Euro geschaffen werden in einem 65 Meter langen eingeschossigen Gebäude hinter dem Heim des TV Baden bis zum Weg, der zur neuen Lahofsiedlung führt. Von der, vom Friedhof her und von der Verdener Straße aus erreicht man das Gebäude zu Fuß. Motorisierte Eltern können mit ihren Kindern auf den großen und an Werktagen freien Parkplatz an der Lahof-Sporthalle fahren und ihre Kinder dann auf dem für Autos gesperrten Weg parallel zum Vereinsheim und Sportplatz zum Kindergarten bringen.

Sie werden dann gleich auf den Eingang des schmalen Kindergartengebäudes stoßen, in dem die Gruppenräume, Differenzierungsräume mit Garderoben und Sanitärräumen, Essens- oder Schlafräume für die Kleinsten hinter- und nebeneinander angeordnet sind. Auf der linken beziehungsweise westlichen Seite des Kindergartens öffnen sich die Räume zur Spiellandschaft der Kinder, zu Bäumen und Wall.

Wie Architekt Christian Geis, der auch für den neuen Bierdener Kindergarten verantwortlich zeichnet, mitteilte, wird ein Gebäude aus Nadelhölzern gebaut. Das wirkt atmosphärisch gut, passt sich in die Umgebung ein und bietet auch den Vorteil, dass man anders als bei einem Mauerwerk auch den ganzen Winter durcharbeiten kann.

Mit dem Parkplatz- und Straßenkonzept erspart sich die Stadt neue Straßen, Versiegelungen und Autobelästigungen im Kinderreich. Sollte es dennoch zu Problemen mit unvernünftigen Autofahrern geben, setzen Steffen Zorn, Gebäude-Fachbereichsleiter der Stadt, und Jürgen Doldasinski, Geschäftsführer der Lebenshilfe Verden, des Kindergarten-Betreibers, auf Dialog, bevor es zu Verbotsschildern und Bußgeldern kommt.

Das Kita-Gesamtkonzept scheint zu gefallen. Schade nur, dass es die betroffenen Eltern an diesem Tage nicht sonderlich zu interessieren schien.

mb

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