Ottersbergerin bei ZDF-Sendung am 5. Mai dabei 

Monika Lüchtefeld will „Quiz Champion“ werden

Monika Lüchtefeld mit Mops Henri, Freizeitlektüre und zwei Quiz-Trophäen, darunter die „Leuchte des Nordens“. - Foto: Duncan

Ottersberg - Von Lisa Duncan. Sie ist eine der klügsten Norddeutschen, gewann die „Leuchte des Nordens“ und wäre fast Siegerin von Jörg Pilawas „Quizduell“ mit einem Rekordgewinn von 30.000 Euro geworden – Monika Lüchtefeld sammelt Quizshow-Titel wie andere Briefmarken.

Nun erklimmt die 56-Jährige Ottersbergerin neue Höhen im Olymp der Ratesendungen. Beim „Quiz Champion“ mit Moderator Johannes B. Kerner durfte sie im Februar gegen fünf Prominente in unterschiedlichen Wissensgebieten antreten. Die Show wird an Himmelfahrt (5. Mai) um 20 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

Angefangen hatte alles mit „Wer wird Millionär?“. Die Show mit Günther Jauch verfolgte Monika Lüchtefeld von der ersten Sekunde an. Weil sie viele Fragen ad hoc richtig beantworten konnte, ermunterte Lüchtefelds Ehemann sie zur Bewerbung. „Leider bin ich nie durchgekommen. Die haben 10.000 Bewerber pro Tag.“ Aber die Verwaltungsfachangestellte beim Landkreis Rotenburg ließ das Thema Quizshow nicht los – und so sollte 2015 das Jahr der Fernseh- und Radioauftritte werden.

Auf Anhieb kam Lüchtefeld ins Casting für die NDR-Quizshow mit Jörg Pilawa – und gewann sogar den Titel „Leuchte des Nordens“. Auch im Jahresfinale war sie nochmal mit von der Partie, wo sie nur knapp an der letzten Frage scheiterte. Gefragt war die olympische Disziplin, die 1972 am Schilksee in Kiel ausgetragen wurde. „Dass Segeln gemeint sein könnte, schien mir zu einfach. Darum hab ich nur eine Zehntelsekunde zu lange gezögert“, erinnert sich Lüchtefeld. Somit ergatterte ein Geflügelzüchter aus Nordfriesland die Trophäe.

Aber Monika Lüchtefelds TV-Einstand wirkte nach: In der Folge wurde sich auch ungefragt von den Casting-Agenturen angerufen, etwa für das ARD-Format „Gefragt – Gejagt“ und die „Bremen-Eins-Radioshow“ mit Dirk Böhling. Letztere bescherte ihr als Gewinn eine einstündige Ballonfahrt, von der sie immer noch schwärmt. Auf einer Anrichte über dem Fernseher erinnert zudem ein faustgroßer Lederballon, neben dem Leuchtturm aus Pilawas Sendung, an den Quiz-Erfolg. Auch für Pilawas „Der klügste Norddeutsche“ stand sie vor der Kamera.

Als Quiz-Kandidatin scheint Lüchtefeld die richtigen Eigenschaften zu besitzen: „Ich kann vor Kameras sabbeln und mir ganz viel unnützes Zeug merken“, lautet ihre simple Erklärung. Aufregung verspüre sie meist erst hinterher. Nicht ganz unnütz ist möglicherweise auch der IQ von 130. Dazu hat die Ottersbergerin Fachgebiete, in denen sie sich besonders gut auskennt, etwa Musik, Naturwissenschaften und Geographie. Wie so häufig, korrespondiert die Expertise mit der bevorzugten Freizeitgestaltung. Lüchtefeld reist gern („mit Ausnahme von Australien bisher auf jeden Kontinent“), hält Haustiere (Mops Henri und zwei Wellensittiche) und spielt Querflöte.

Ein Herzenswunsch ging mit der Teilnahme am „Quizduell“ in Erfüllung – und gleichzeitig verpasste es der Erfolgsspur einen Dämpfer: „Das werde ich nicht so schnell verwinden“, sagt Lüchtefeld. Die Krux: Als sie die letzte, alles entscheidende Frage beantworten sollte, wurde sie zum ersten Mal nervös. Lüchtefeld war mit ihrer 28-Jährigen Tochter angetreten. Tatsächlich sammelten die beiden gemeinsam so viele Punkte, dass sie mit 30.000 Euro den größten, bisher in der Sendung dagewesenen Jackpot, erspielten. Die Nervosität setzte in dem Moment ein, als sie darüber nachdachte, wie toll es für die Tochter wäre, das Geld zu gewinnen. So kam es, dass sie auf die Frage, was der Bundestag zuletzt beschlossen hätte, die Antwort-Option „Überholspuren für Elektroautos“ wählte und nicht „Parkplätze für Car-Sharing“. Am Ende freute sich das zehnköpfige „Team Deutschland“ über jeweils 3000 Euro Gewinn.

Lüchtefeld nimmt's gelassen: „Mir geht's nicht ums Gewinnen.“ Ein bisschen Glück sei auch immer dabei. Bei „Der klügste Norddeutsche“ hatte sie erlebt, wie Mathe-Professoren an den einfachsten Fragen gescheitert waren.

Dass Lüchtefeld überhaupt beim „Quiz Champion“ teilnehmen darf, krönt die bisherige Rate-Karriere: „Das ist das Aufwändigste und auch das Schwerste.“ Vorab war sie etwa mit einem dreiköpfigen Drehteam den ganzen Tag in einem Wildpark unterwegs gewesen. In der Sendung schmilzt das Material zu einem 90-sekündigen Einspieler zusammen, in dem Lüchtefeld unter anderem vor dem Piranha-Becken stehend eine Kampfansage an die anderen Kandidaten formuliert. „Das wird eine lustige Sendung und auf jeden Fall spannend“, verspricht sie. Anschauen möchte sie sich die Aufzeichnung allerdings erst hinterher.

Lüchtefeld hat der Quiz-Virus jedenfalls gepackt, durch die Shows hat sich auch eine kleine Quizgemeinde gebildet. „Toll, dass es da noch mehr so Verrückte gibt“, stellt sie fest und lacht. Wenn die 90er-Jahre-Show „Ruck- Zuck“ demnächst wieder aufgelegt wird, möchte Lüchtefeld mit einem Team dabei sein. Und die Teilnahme bei „Wer wird Millionär?“ steht ja auch noch aus.

Zudem ist Lüchtefeld Mitglied im Deutschen Quizverein, der am 4. und 5. Juni seine Deutschen Meisterschaften in Hannover austrägt. Für den Verein holt Lüchtefeld auch den „Deutschland-Cup“ am 9. Juli erstmals nach Bremen. „Da kann jeder mitmachen, das ist für jeden was“, betont die Quizbegeisterte. Anmeldungen nimmt sie per E-Mail unter monika.luechtefeld@gmx.de entgegen.

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