Eingewöhnung in neuer Kultur und Gesellschaft

„Café Wir“: Miteinander baut Vorurteile ab

Das Frühstück zum Jahresabschluss des Projekts „Café Wir“ war sehr gefragt. Für manche Frauen blieben nur Stehplätze übrig. - Foto: Mix

Achim - Mit einem bunten Miteinander von geflüchteten und einheimischen Frauen endete das „Café Wir“ in diesem Jahr. 40 Personen, darunter auch einige Männer und Kinder, fanden sich zum Abschluss-Frühstück im Cawia an der Achimer Brückenstraße ein. „Gelebte Integration“, freute sich Projektleiterin Ulla Hartmann-Eggers.

Und auch darüber, dass führende Vertreter von Förderern des interkulturellen Cafés mit am Frühstückstisch saßen. Ulrike Helberg-Mahnke von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft beim Landkreis Verden und Rolf Wiesner, Vorsitzender der Bürgerstiftung Achim, gehörten zu den Gästen, die sich am von den Frauen zubereiteten Buffet labten und denen Hartmann-Eggers für ihre Unterstützung dankte.

Das Projekt, bei dem unter anderem die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Achim, Dr. Angelika Saupe, zu den Kooperationspartnern zählt, besteht seit März 2016. An jedem ersten, zweiten und dritten Mittwoch im Monat von 10 bis 12.30 Uhr gibt es den Treffpunkt für Migrantinnen und auch interessierte deutsche Frauen im Cawia.

„Die Behandlung praktischer Fragen zur Bewältigung des Alltags im Rahmen der verschiedenen Informationsangebote befördert konkrete Integrationsschritte der einzelnen Frauen sowie solidarisches Verhalten über kulturelle Unterschiede hinweg“, erläutert Ulla Hartmann-Eggers. Dabei nähmen schon länger in der Stadt lebende Migrantinnen als Sprachvermittlerinnen und Multiplikatorinnen wichtige Rollen ein. „Auf diese Weise können den geflüchteten Frauen die Grundwerte, das Rechtsverständnis und allgemeine Normen der deutschen Gesellschaft nahe gebracht werden.“

Denn monatliche Informationsvormittage ergänzen die regelmäßigen Kreativ- und Nähangebote. Dann werden laut der Projektleiterin zum Beispiel öffentliche Einrichtungen in Achim besucht und berufliche Perspektiven für die Migrantinnen entwickelt.

„Durch den Gedankenaustausch und das Kennenlernen anderer Frauen und Kulturen wird das Verständnis für die jeweils unterschiedliche nationale Herkunft angeregt“, beschreibt Hartmann-Eggers das Ziel. „Gemeinsamkeiten werden erschlossen, Fremdheit verliert Bedrohlichkeit.“ 

mm

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