Mitarbeiterinnen demonstrieren sportlich gegen Unterfinanzierung der Krankenhäuser

AWK-Fachkräfte „laufen am Limit“

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Die Achimer Fachkräfte Regine Sewerin-Klein (Station 4), Annette Bergmann und Bärbel Walting (Station 2) mit Marjon Cordes (Station 2 in Verden) sowie der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Martina Allhusen.

Hannover - Unter dem Motto „Ich laufe am Limit …für mein Krankenhaus!“ gingen beim Marathon in Hannover auch 250 Mitarbeiter aus niedersächsischen Krankenhäusern an den Start. Mit dabei: Regine Sewerin-Klein, Annette Bergmann, Bärbel Walting, Marjon Cordes sowie Martina Allhusen von der Aller-Weser-Klinik (AWK). Eindruckvoll stellte das Quintett nicht nur die eigene Fitness unter Beweis. Den Frauen ging es vorrangig darum zu zeigen, dass sie für ihre Krankenhäuser ans Limit gehen. Damit, so hieß es in einer Pressemitteilung von gestern, bezogen sie Stellung für eine faire und auskömmliche Krankenhausfinanzierung.

Martina Allhusen als stellvertretende AWK-Betriebsratsvorsitzende verdeutlicht noch einmal die Forderungen: „Die Krankenhäuser brauchen von der Politik eine stabile Finanzierung für Investitionen. In Verden wird dringend ein neues Bettenhaus gebraucht.

Um die Patientenversorgung umfänglich zu leisten, wird rund um die Uhr Fachpersonal benötigt. Wir fordern eine Personalbemessungsgrenze in der Pflege, damit die einzelnen Schichten optimal besetzt werden müssen und wir nicht einen täglichen Marathonlauf absolvieren. Und ganz nebenbei, die Teilnahme hat viel Spaß gemacht – in unserer Freizeit.“

Ihre Hoffnungen in Politik und Gesetzgeber waren in der Vergangenheit durch das von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft erarbeitete Eckpunktepapier – wieder einmal – stark erschüttert worden. „Das Papier ist Grundlage der anstehenden Reform der Krankenhausfinanzierung. Leider löst es nicht die zentralen Finanzierungsprobleme der Krankenhäuser. Die Abwärtsspirale aus Unterfinanzierung, erzwungenem Personalabbau und Leistungsverdichtung dreht sich so immer weiter“, benennt der Verbandsdirektor der Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG), Helge Engelke, ebenfalls Teilnehmer des Laufes, den Kern des Problems.

Uneingeschränkt unterstützen auch die Achimer und Verdener Fachkräfte die Forderungen an die Politik, bei der Reform der Krankenhausfinanzierung die hohe Qualität der Patientenbetreuung zu erhalten und den Kliniken Mittel für angemessene Arbeitsbedingungen zur Verfügung zu stellen. Die Reform müsse zu einer fairen Finanzierung der Personal- und Sachkosten, dem Abbau des aufgelaufenen Investitionsstaus sowie zur Einführung bundeseinheitlicher Vergütungen für Krankenhausleistungen führen.

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