Mitarbeiter sollen Schmiergeld bezahlt und angenommen haben

Staatsanwalt ermittelt gegen Desma

Achim/Verden - Die Staatsanwaltschaft Verden ermittelt wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen gegen die Salzgitter-Tochter Klöckner Desma Schuhmaschinen in Achim.

Die Ermittlungen richten sich gegen Mitarbeiter des Maschinenbauers und Firmenexterne, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am gestrigen Freitag.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet. Etwa zehn Personen stehen demnach im Verdacht, illegale Provisionen für den Vertrieb der Maschinen bezahlt oder angenommen zu haben.

Die Ermittlungen stünden noch am Anfang, sagte der Staatsanwalt. In einzelnen Fällen seien Beträge in bis zu fünfstelliger Höhe geflossen.

Die Vorfälle lägen schon Jahre zurück, teilte eine Sprecherin der Salzgitter AG mit.

Der Schuhmaschinenbauer Desma mit Sitz in Achim betrachte sich als Geschädigter und habe eine Anwaltskanzlei beauftragt, den Sachverhalt zu klären. Von Desma selbst gab es zunächst keine Stellungnahme.

Es ist nicht der erste Korruptionsverdacht gegen ein Tochterunternehmen des zweitgrößten deutschen Stahlkonzerns: Bereits seit vergangenem Frühjahr laufen Ermittlungen gegen Salzgitter Mannesmann Großrohr wegen der Zahlung von Bestechungsgeldern.

dpa

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