Ivorer hat jetzt Ausbildungsvertrag

Innenminister Pistorius zeigt Bamba Weg auf

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Achim - Bis zum niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius ist der Fall des von Abschiebung bedrohten Ivorers Ibrahim Bamba inzwischen vorgedrungen. Wie berichtet, setzt sich die Achimer Feuerwehr sehr für den Verbleib ihres äußerst engagierten Kameraden Bamba in Deutschland ein.

Der Innenminister reagierte auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Gero Hocker aus Achim in Sachen Ibrahim Bamba.

Pistorius (SPD) skizziert wie bereits der hiesige Landrat Peter Bohlmann die Möglichkeit einer vorerst zweijährigen Aufenthaltsgenehmigung für den Flüchtling von der Elfenbeinküste, wenn ein unterschriebener Ausbildungsvertrag vorliegt. 

Wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Ralf Mühlenstedt jetzt auf Nachfrage bestätigte, hat Bamba einen solchen Ausbildungsvertrag zum Maschinenführer sicher und beginnt im kommenden August seine Lehre. Zunächst wäre dann während der Ausbildung die „Anspruchsduldung“ gewährleistet. Nach erfolgreichem Berufs-Abschluss könnte noch eine zweijährige Aufenthaltserlaubnis erteilt werden.

Eingabe an die Härtefallkommission möglich

Minister Pistorius verweist weiter auf die Möglichkeit, eine Eingabe an die Niedersächsische Härtekommission zu richten, um den Verbleib im Bundesgebiet zu sichern. Die Härtefallkommission würdige „besonders die in Deutschland bereits erbrachten Integrationsleistungen“. Auf die mögliche Anrufung der Härtefallkommission werde im Übrigen von der Ausländerbehörde stets hingewiesen, „bevor aufenthaltsbeendende Maßnahmen eingeleitet werden“.

Gegen die entsprechende Abschiebeverfügung für den Ivorer wurde bereits Klage eingereicht. Und was die Integration angeht: Der 29-Jährige Ibrahim Bamba absolviert laut Mühlenstedt nach wie vor jeweils eine Woche Frühdienst und eine Woche Spätdienst bei der Achimer Feuerwehr. Er möchte sich dort weiterhin engagieren.

Arbeitsvertrag eröffnet Perspektiven

Die juristische Einschätzung des SPD-Ministers Pistorius decke sich mit seiner Bewertung, betont Gero Hocker. Der Arbeitsvertrag bei einer Verdener Firma eröffne die Perspektive für die Aussetzung von Abschiebemaßnahmen. Über die Achimer Feuerwehrkameradschaft kümmerte sich Hockers Büro darum, „diese Informationen möglichst zügig Herrn Bamba zu übermitteln, damit seinem auch künftigen Aufenthaltsstatus keine Steine mehr im Weg liegen“.

Pistorius bekräftigt noch, dass es ihm grundsätzlich ein besonderes Anliegen sei, gut integrierten Ausländern eine Bleibe- und damit Zukunftsperspektive auch außerhalb eines Asylverfahrens zu geben. Über die Notwendigkeit eines modernen Einwanderungsgesetzes für Deutschland sei er sich mit FDP-Politiker Hocker ebenfalls einig. Das Gesetz würde unter anderem den Aufenthalt in Deutschland erlauben, sofern der betreffende Bewerber hier einen festen Arbeitsplatz nachweist.

la

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