Trotz Plus wohl keine Gebührensenkung

Millionen für Umweltschutz in Achim

Achim - Millionen geben die Gebührenzahler Jahr für Jahr für den Umweltschutz in Achim aus, sprich für die Klärung der Abwässer in privaten Haushalten. Auch für das in die Kanalisation geleitete Niederschlagswasser „blecht“ der Grundstücksbesitzer, wenn es nicht auf seinem Boden versickern kann.. Auch nach ständigen Investitionen ins Klärwerk und das große Leitungs- und Pumpnetz hat der Achimer Abwasserbetrieb in den letzten Jahren stattliche Überschüsse erzielt.

Das geht aus den letzten Jahresrechnungen hervor, die von Sachverständigen geprüft, von ihnen und dem Abwasserausschuss des Stadtrats jetzt gebilligt worden sind.

Die von den Haushalten zu zahlende Abwassergebühr ist immer ein Vielfaches der Trinkwassergebühr. Das heißt, für einen Kubikmeter verbrauchten Trinkwassers zahlt man 2,40 Euro Abwassergebühr. Rund 3,5 Millionen Euro sind so jeweils in den beiden letzten Jahren in die Abwasserkasse geflossen. Nach Verlusten in früheren Jahren lag das um 278.655 beziehungsweise 672.434 Euro über den Kosten. Laut Gesetz müssen Überschüsse wie auch Defizite innerhalb von drei Jahren abgebaut werden, durch niedrigere oder höhere Gebühren.

Eine Gebührensenkung ist jedoch in Achim dennoch unwahrscheinlich, da Großinvestitionen wie ein neues Zulaufpumpwerk geplant sind. Auch die Entsorgung des massenhaften Klärschlamms, der nur noch in Spezialöfen verbrannt werden darf, dürfte erheblich teurer kommen.

Am Achimer Klärwerk hängen auch die Langwedeler Ortschaften Etelsen und Cluvenhagen. 277 643 Kubikmeter gelangen so in das Schmutzwasserkanalnetz der Stadt Achim, wofür die Einwohner des Fleckens 433.000 Euro zahlen. Gut für den städtischen Betrieb sieht auch die Kalkulation für den Niederschlagswasserbereich aus, wo 2016 ein Plus von 209.000 Euro erzielt wurde. Pro Quadratmeter nicht versiegelter Fläche zahlt der Grundstückseigentümer monatlich 0,85 Euro „Regengebühr“. Die versiegelten Flächen in Achim haben mit den neuen Baugebieten zugenommen. Punktlandungen gibt es in Achim bei den dezentralen Kläranlage, wo Einnahmen und Ausgaben sich nur minimal unterscheiden.  

mb

Rubriklistenbild: © dpa

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