Kreis sieht geringen gesetzlichen Spielraum

CDU beklagt Krähennester in Wohngebieten

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Am Badener Ortsausgang Richtung Etelsen haben Krähen ein neues Zuhause gefunden.

Achim - „Wenigstens kleine Erfolge“ kann die CDU-Initiative zur Vergrämung der Krähen aus Wohngebieten verzeichnen, wenn auch das Gesamtergebnis aus Sicht der Achimer CDU für dieses Jahr sehr unbefriedigend ausgefallen ist, wie sie in einer Presseerklärung mitteilt.

Nach eindringlicher Forderung an Bürgermeister Rainer Ditzfeld nach einer Ortsbegehung der betroffenen Gebiete sei es gelungen, zwei Vertreterinnen der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises nach Achim zu holen.

Gesetzliche Vorgaben erlauben es laut Landkreis nicht, mehr Nester zu beseitigen

Die Vertreterinnen des Landkreises machten nach Angaben des CDU-Vorsitzenden Rüdiger Dürr deutlich, dass sie sich strikt an die gesetzlichen Vorgaben halten und somit sich nach ihrer Meinung kaum Möglichkeiten ergeben, die Krähennester zu beseitigen.

Der deutliche Hinweis der Achimer CDU auf die lärmgeplagten Menschen und auf die unerträglichen Verschmutzungen durch den Krähenkot war für die Kreisvertreterinnen kein Grund, aktiv zu werden. Die Menschen müssten eben den Lärm ertragen, so deren Antworten. Auch der Kot sei zwar bedauerlich, aber nicht gesundheitsgefährdend. Es müsste dann eben öfter gesäubert werden.

CDU hat wenig Verständnis für Entscheidung der Verwaltung

Ausnahmen könnten vielleicht bei Nestern gemacht werden, die sich direkt über einem Kinderspielplatz oder über viel frequentierten Fußwegen befänden.

Während eines Rundganges durch die betroffenen Gebiete im Bereich der Borsteler Landstraße und des Magdeburger Viertels konnte die Genehmigung zur Beseitigung von zumindest 14 Nestern über dem dortigen Spielplatz und mehrerer Nester über dem Kindergartenareal erreicht werden. Alle anderen Nester, die sich bereits zu Kolonien entwickeln, sahen die Naturschutzvertreterinnen als „zumutbar“ an, was allerdings auf Unverständnis bei der Achimer CDU stieß.

Partei fordert Menschen- statt Krähenschutz

„Wenn Krähenschutz vor Menschenschutz geht, dann stimmt etwas nicht mit unseren Gesetzen“, so die Achimer CDU. Sie wird trotz der Haltung des Kreises weiterhin für das Verschwinden der Krähen aus Wohngebieten arbeiten.

Zu den geforderten Maßnahmen gehören Anträge zu Nestentfernungen im Herbst, nach der Brutzeit, und die gleichzeitige Anlage von „Angebotsnestern“ in wohngebietfernen Baumgruppen. Außerdem sollte über die Anpflanzung von schnell wachsenden Bäumen an Achimer Randgebieten nachgedacht werden.

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