167 nehmen an „Meinungsumfrage“ teil

Fehlende Fachärzte und gefährliche Wege: Sorgen der Senioren

Christiane Knof-Grotevent (re.) und Konrad Ollmann (li.) vom Achimer Senioren- und Behindertenbeirat überreichen den Gewinnerinnen der Fragebogenaktion Einkaufsgutscheine. Gewonnen haben (v.li.) Ilse Neumann, Hannelore Jolitz und Edeltraud Maulen Lorenas.

Achim - Alte Menschen prägen zunehmend unsere Gesellschaft. Aus gesundheitlichen Gründen können sie dennoch oft nicht mehr in der Öffentlichkeit „mitmischen“.Auch der Senioren- und Behindertenbeirat vertritt ihre Interessen und gibt ihnen eine Stimme.

So wird er jetzt bald wieder zu dem städtischen Seniorenadvent in jedem Ortsteil einladen und Senioren ein paar Stunden der Besinnlichkeit und Geselligkeit bieten. Im Sommer hat er das bereits mit den beliebten Ausflugsfahrten für jeden Ortsteil getan.

Nicht nur das. Der Senioren- und Behindertenbeirat hatte die Fahrten wieder genutzt, um die alten Menschen schriftlich nach ihrer Meinung zu Themen der Stadt zu befragen. 167, mehr als ein Drittel der 453 Reisende, gaben den Fragebogen mit interessanten Anmerkungen ausgefüllt zurück.

Danach bemängelten Senioren öfter, dass manche im Winter nicht ihrer Streupflicht nachkommen, dass die Straßenbeleuchtung oft zu wünschen übrig lasse, dass Sträucher über Gehwegen das Durchkommen behinderten und auch hohe Hecken an Straßeneinmündungen die Sicht behinderten. Während auf dem Gehweg an Badener Bahnhof und Bahnhofstraße vermehrt Radfahrer die Fußgänger gefährdeten, blockierten in Uphusen die ausgestellten E-Bikes einer Firma den Gehweg.

Eingang zum Parkfriedhof muss befestigt werden

Der Eingang zum Parkfriedhof von der Riekenbergstraße aus müsse dringend befestigt werden, um die letzte Ruhestätte auch mit Rollstuhl und Rollator erreichen zu können. Straßenschilder sind oft stark verschmutzt und nicht mehr lesbar, bemängeln Senioren.

Viele ältere Achimer wünschen sich mehr Fachärzte in der Stadt, insbesondere einen Hausarzt oder Hausärztin.

Weitere Anmerkungen betreffen die Bereiche Pflege, Behinderung und Patientenverfügung.

Der Senioren- und Behindertenbeirat hat die Anregungen aufgenommen und manche Beschwerde bereits an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Unter den Teilnehmern der „Meinungsumfrage“ hat er Einkaufsgutscheine verlost. Gewonnen haben Else Neumann, Hannelore Jolitz und Edeltraud Maulen Lorenas.

mb

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