Mehr Platz für Läden, Büros, Wohnungen, aber auch Grün

Ausstellung im Rathaus zeigt Entwürfe für attraktivere Innenstadt-Fläche

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Die Achimer Innenstadt soll anziehender gestaltet werden. Architekt Jürgen Lohmann, hier zusammen mit seiner Mitarbeiterin Cornelia Brockmann bei der Eröffnung der Ausstellung mit den Ergebnissen des Ideenwettbewerbs im Rathausfoyer, gibt mit seinem preisgekrönten Entwurf allerlei Fingerzeige in dieser Richtung.

Achim - Die Achimer Innenstadt soll attraktiver, der „Versorgungskern“ gestärkt, Unerwünschtes wie Spielhallen vermieden und das Wohnraumangebot erweitert werden. Die Ergebnisse eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Gestaltung des Areals zwischen Obernstraße, Herbergstraße und Achimer Brückenstraße geben Fingerzeige in der Richtung. Sie sind noch bis einschließlich Freitag im Rathausfoyer ausgestellt.

Drei Architektur- und Städtebaubüros, die die Situation in Achim kennen, beteiligten sich an dem Wettbewerb. Eine mit Architekten und anderen Baufachleuten sowie Vertretern der Stadtverwaltung, des Rates und von Eigentümern aus dem Gebiet besetzte Jury bewertete die „sehr unterschiedlichen Entwürfe“. Sie zeichnete das Büro Lohmann-Architekten aus Rotenburg (Wümme) mit dem ersten Preis aus.

„Dieser Entwurf fügt sich sehr gut in das städtebauliche Umfeld in der Achimer Innenstadt und die vorhandene Parzellenstruktur im Plangebiet ein“, lobt die Jury. An der Obernstraße und am Bibliotheksplatz blieben die geschlossene Kante der Bebauung und die Nutzung des Erdgeschosses durch Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie erhalten. Dagegen werde in der Herbergstraße die Bebauung durch halböffentliche Höfe aufgelockert und Wohnen als Nutzung im Erdgeschoss ermöglicht, erläutert Stadtplanerin Dr. Monika Nadrowska.

Mehr Leben in die Stadt holen

„Wir haben eine Idee für das Quartier entwickelt“, sagte Architekt Jürgen Lohmann bei der Ausstellungseröffnung am Montagabend im Rathaus. Er sprach von einer „höheren Verdichtung“ der Gewerbeflächen, die sich auch über die oberen Geschosse an der Obernstraße erstrecken könnten. „Denn wir wollen ja mehr Leben in die Stadt holen.“

Aber der Entwurf sehe auch grüne Innenhöfe und neue Wohnungen an der Herbergstraße vor, ergänzte Mitarbeiterin Cornelia Brockmann. Eine Tiefgarage soll dort ausreichend Parkplätze bieten.

„Neben seiner städtebaulichen Gestaltung besticht der Entwurf durch seine hohe Flexibilität hinsichtlich der Realisierung in Bauabschnitten“, rühmt die Jury. Die Eigentümerinnen und Eigentümer könnten jeweils unabhängig voneinander entscheiden, ob und wann sie baulich investieren wollen, und dabei den Ausnutzungsgrad ihrer Grundstücke bestimmen.

Mix aus Einzelhandel, Büros und Wohnen

Den zweiten Preis heimste das Büro RKW aus Düsseldorf ein, das eine gemeinschaftliche Nutzung von Dachflächen als Terrassen vorgeschlagen hatte. Aufgrund der Eigentümerverhältnisse wäre das jedoch kaum hinzubekommen, urteilte die Jury.

Einen Vorschlag hatte auch GME aus Achim eingereicht. Ein vorgesehener viergeschossiger Bau hätte die Gebäude in der Umgebung jedoch in den Schatten gestellt und auch Parkflächen geraubt, merkte Nadrowska an.

Alle Entwürfe seien letztlich nur Angebote an die Eigentümer, räumten die Achimer Stadtplanerin und ihre Kollegin Layla Smorra ein. Aber das Konzept von Lohmann mit dem gewünschten Mix aus Einzelhandel, Büros und Wohnen solle nun die Grundlage dafür bilden, den Bebauungsplan „Herbergstraße“ zu überarbeiten.

mm

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