Maschinenbauer Desma stellt Realschülern Roboter-Bausätze zur Verfügung

Spielerisch Technik begreifen

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Die Teilnehmer der Technik-AG an der Realschule freuen sich darauf, das neue Lego-Mindstorms-System zu nutzen. André Förster von der Desma übergab die Kisten gestern an Schulleiterin Christa Watermann und Lehrerin Michaela Giel (v.l.).

Achim - Technische Berufe haben bei jungen Leuten ein angekratztes Image: Fragt man André Förster, kaufmännischer Leiter der Achimer Firma Desma, sind dort Ausbildungsplätze für eine Bürotätigkeit fünfmal so begehrt wie für Berufe im technischen Bereich. Um Schüler frühzeitig für Technik zu begeistern, sponserte der Schuhmaschinen-Hersteller nun acht Kisten mit Lego Mindstorms Education EV3-Robotern im Wert von 4400 Euro.

Anwendung sollen die hochprofessionellen Bausätze in der Technik-AG finden, die seit rund zwei Jahren von Diplom-Ingenieurin Michaela Giel als Teil des Ganztagsangebot der Realschule geleitet wird.

„In der heutigen Zeit ist es für Schüler immer wichtiger Technik zu erleben, zu erfahren und zu verstehen“, sagt Schulleiterin Christa Watermann. „Aber in den technisch orientierten Berufen wird es immer schwieriger junge Menschen für eine Ausbildung zu motivieren. Uns ist es wichtig, Schüler durch das eigene, angeleitete Ausprobieren von Techniksystemen für das Verstehen und Entwickeln der Technik zu begeistern.“ Diese Idee fand das mittelständische Maschinenbauunternehmen Desma richtig und förderungswürdig. „Technische Berufe stehen in dem Ruf, dass man sich dabei die Hände schmutzig macht. Aber heute sind die Aufgaben vielfältiger und interessanter geworden“, sagt André Förster. Vieles werde etwa vom PC aus gesteuert.

In der Technik-AG arbeiten die 16 Schüler im Alter zwischen zehn und 14 Jahren (darunter vier Mädchen) derzeit an einem Windkraft-Bausatz. „Eine gute Vorbereitung auf die Anwendung von Lego Mindstorms“, so Giel. Denn es sei vor dem Verstehen eine motorische Herausforderung, die vielen Einzelteile zusammenzusetzen. Die fertigen, etwa 30 Zentimeter großen Roboter können nach einem Computerprogramm bestimmte Aufgaben erfüllen, zum Beispiel, sich im Kreis drehen oder Schrägen hochfahren. Dank eines eingebauten Licht- und Farb-Sensors kann man ihnen auch „beibringen“ an einer schwarzen Linie entlang zu fahren. „Schüler sind da sehr viel intuitiver als Erwachsene, die probieren das einfach aus“, berichtet Giel und fügt hinzu: „Die Idee ist, nicht nur zu daddeln, sondern den Schülern zu vermitteln, wie Roboter eingesetzt werden, etwa da, wo Menschen nicht hin können.“ Für Technik affine Jugendliche richtet der Hersteller einmal im Jahr einen Wettbewerb aus. „Vielleicht das nächste Mal auch mit Realschülern aus Achim?“, kann sich Giel durchaus vorstellen.

ldu

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