Feierliche Verleihung des Achimer Ehrenpreises 2019 im Rathaus

„Macht weiter so!“

Die ausgezeichneten Ehrenamtlichen mit Bürgermeister Rainer Ditzfeld (r.) und dem Ratsvorsitzenden Bernd Junker (2.v.l.). Fotos: Schmidt

Achim - Von Sandra Bischoff. Bürgermeister Rainer Ditzfeld und der Ratsvorsitzende Bernd Junker haben am Donnerstagabend Angela Wilkens-Scheler, Elke Siemt, Klaus Bischoff, die Geschichtswerkstatt und die Dorfgemeinschaft Borstel im Rathaus mit dem Achimer Ehrenpreis 2019 für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Gäste aus Politik, Verwaltung und Vereinen wohnten der Feierstunde im gut gefüllten Ratssaal bei. Für die musikalische Untermalung der Verleihung am Internationalen Tag des Ehrenamts war die Rock- und Popband der Kreismusikschule unter Leitung von Dieter Meyer zuständig. Diese sorgte mit bekannten Songs und einer Eigenkomposition Meyers für den Rahmen.

„Die Preisträger sind heute hier, weil sie zu den engagiertesten Menschen in unserer schönen Stadt  gehören. Sie schauen über den Tellerrand und übernehmen Verantwortung“, sagte Ditzfeld in seiner Begrüßung. Er hoffe, dass sie alle auch in Zukunft ihrem Ehrenamt treu blieben.

30 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich, erklärte Junker. Angesichts dieser Zahl sei er stolz darauf, in diesem Land und in Achim zu leben. „Ohne euch wäre vieles in Achim nicht möglich. Danke, dass ihr da seid, dass ihr euch einsetzt und dass ihr eure Zeit und euer Geld dafür gebt. Macht weiter so!“ Umso wütender mache es ihn jedoch, dass sich Ehrenamtliche wie etwa Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen immer häufiger beleidigen lassen müssten. „Wir dürfen uns aber von solchen Leuten nicht infizieren oder vom Ehrenamt abhalten lassen.“

Karin Heidelberger vom Seniorenzentrum Badener Berg hielt die Laudatio auf Angela Wilkens-Scheler, der zuvor alle Gäste ein Geburtstagsständchen gebracht hatten. „Ich frage mich manchmal: Wie viele Stunden hat dein Tag?“, wandte sich Heidelberger an die Seniorin. Die erhielt die Auszeichnung nicht nur für ihre Tätigkeit beim Mühlenverein und bei der Bürgerstiftung, sondern auch für ihre wöchentlichen Vorlesestunden im Seniorenheim, zu denen sie ihr sechsjähriges Ziehkind Nora mitbringt. „Sie wächst auf diesem Wege von klein auf in Aufgaben des Ehrenamts hinein“, lobte die Laudatorin. Sichtlich gerührt erläuterte Wilkens-Scheler die Beweggründe für ihren Einsatz: „Engagement hilft, aktiv zu bleiben und soziale Kontakte zu pflegen.“

Stadtarchivar Günter Schnakenberg hielt seine Lobrede auf Plattdeutsch und schilderte den Einfallsreichtum von Klaus Bischoff, dem Initiator und Gründer des Heimatvereins, in vielen kleine Anekdoten. Bischoff appellierte in seiner Dankesrede an den Nachwuchs: „Mein Computer ist voll. Wer von den jungen Leuten Lust hat sich einzubringen, dem würde ich meine Unterlagen zur Verfügung stellen.“

Dass ehrenamtliche Tätigkeit nicht immer einfach sei und es dabei auch Auseinandersetzung gebe, erläuterte Jörg Bergmann, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Verden, in seiner Rede. „Ich habe aber kaum jemanden kennengelernt, der das ehrenamtliche Helfen so in den Vordergrund stellt, wie du es tust“, sagte er zu Preisträgerin Elke Siemt, die seit 45 Jahren dem DRK Baden angehört, sich als Bereitschaftsleiterin auf Kreis- und Ortsverbandsebene sowie als Rettungssanitäterin und Organisatorin der Blutspenden in Baden verdient gemacht hat.

Für die Dorfgemeinschaft Borstel nahm deren Vorsitzender Martin Gerken die Urkunde entgegen. „Wir machen alles selber, und das soll auch in Zukunft so bleiben“, erklärte er nach der Laudatio des ehemaligen Ratsherrn Johann Ditzfeld.

Auch die Geschichtswerkstatt wurde mit dem Ehrenpreis bedacht. „Der Verein betreibt aktive Geschichtsarbeit und arbeitet sie aus Sicht der Betroffenen auf“, erklärte Bibliotheksleiter Dr. Stephan Leenen. Der zweite Vorsitzende Manfred Brodt hielt sich an den Sozialpsychologen Erich Fromm, der in seinem Werk „Haben oder Sein“ zwei Lebensprinzipien nebeneinanderstellt: das materiell geprägte und das soziale. Die Geschichtswerkstatt tue Gutes für andere. „Wir erfreuen Menschen, indem wir Geschichte aufarbeiten, und uns macht es außerdem noch Spaß“, so Brodt.

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