MA Automotive in Achim: Präzise Arbeit für Daimler

Bürgermeister Ditzfeld besucht neuen Betrieb im Dräxlmaier-Gebäude

Paolo Olivero, Geschäftsführer von Automotive Deutschland (Zweiter von links) und Firmen-Finanzchef Jens Schütte (Vierter von links) begrüßten Bürgermeister Rainer Ditzfeld (Dritter von links) samt Sommertour-Besuchergruppe am Standort Achim-Uesen.
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Paolo Olivero, Geschäftsführer von Automotive Deutschland (Zweiter von links) und Firmen-Finanzchef Jens Schütte (Vierter von links) begrüßten Bürgermeister Rainer Ditzfeld (Dritter von links) samt Sommertour-Besuchergruppe am Standort Achim-Uesen.

Achim – Immer wieder werden Teile noch beim Bearbeiten automatisch nachgemessen. Kleinste Abweichungen lösen sofort Alarm aus, und Ingenieure greifen ein in den von Robotern gesteuerten Fertigungsprozess.

Präzision steht nämlich ganz obenan bei der Firma MA Automotive Deutschland, die seit 2019 auch in Achim vertreten ist und von hier aus ebenso wie vom Bremer Standort aus, fast ausschließlich das Mercedes-Werk in der Hansestadt beliefert. Schon jetzt ist ein Erweiterungsanbau an der Adresse Im Finigen im Gewerbepark Uesen in Arbeit.

Bodenbleche, Motorhauben, Tür-Panels, Dächer, Heckklappen und Kotflügel für in Bremen produzierte Mercedes-Modelle liefert MA Automotive.

Das Achimer Werk im früheren Gebäude der Zulieferfirma Dräxlmaier war jetzt Ziel der „Sommertour“ des Achimer Bürgermeisters Rainer Ditzfeld samt einer Besuchergruppe mit Vertretern auch aus Wirtschaft und Finanzwelt.

Alle wurden von Paolo Olivero, dem Geschäftsführer von M-Automotive Deutschland und Jens Schütte, dem deutschen Automotive-Finanzchef, empfangen. Dieser bedankte sich zunächst bei Ditzfeld dafür, dass der bei der Grundstücks- und Gebäudesuche erfolgreich geholfen habe, nachdem es in Bremen für die Firma keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr gab.

Sinfonie der Roboter nennt das Nicolo Mosca-Balma, Projektleiter des Achimer Automotive-Standorts: Ein Blick in die Produktionshalle.

Fehlender Raum für expandierende Unternehmen und der aktuelle Fachkräftemangel – auf diese beiden Punkte sei er auf seiner Sommertour in Unternehmen immer wieder angesprochen worden, berichtete Ditzfeld. In diesem Zusammenhang bezeichnete er das geplante Gewerbegebiet Achim-West als „Riesenchance“.

Geschäftsführer Olivero informierte die Besuchergruppe darüber, dass MA Automotive weitgehend zur italienischen Magnetto-CLN-Gruppe gehöre – daher das Kürzel MA. Es handele sich um ein Familienunternehmen, das in der Nähe von Turin seinen Ursprung habe. Zu 25 Prozent ist Arcelor mit eingestiegen.

32 Werke in weltweit zehn Ländern gebe es und dazu Joint-Ventures mit etlichen anderen Staaten – auch mit China. Etwa 1,6 Milliarden Euro Jahresumsatz verzeichnet der Gesamtkonzern weltweit und hat rund 7300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zur Kundschaft gehören unter anderem auch BMW, Ford, VW und noch etliche andere. Das erste Automotive-Werk in Deutschland – dem geschäftlich wichtigsten Partner – liegt im sächsischen Treuen und ist nach wie vor Hauptstandort, der auch Bremen und Achim mit schon vorbearbeitetem Stahl beliefert. 56 Beschäftigte mit aufsteigender Tendenz gibt es laut Finanzchef Schütte bei Automotive im Gewerbepark, 190 in Bremen und 125 in Treuen.

In diesen Zeiten des Umbruchs bewege sich gerade in der Autobranche nicht nur technisch sehr viel, machte er noch deutlich. Die Entwicklung neuer Modelle biete Firmen wie Automotive zugleich zusätzliche geschäftliche Möglichkeiten.

Auf die sehr direkte Frage eines Besuchers, ob es denn schon nähere Kontakte zu Tesla gebe, antwortete Geschäftsführer Olivero allerdings vornehm zurückhaltend: Darüber werde diskutiert.  

Von Heinrich Laue

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