Liebhaberobjekt und rentable Geldanlage

Oldtimer-Tour der Arbeitsgemeinschaft Badener Verein durch Achim

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Stilecht 60er Jahre: Ingo Meyer mit Partnerin.

Achim - Neue Fahrzeuge überzeugen mit Spielereien und Technik, wenn diese nicht gerade manipuliert ist, alte mit Charakter und Formen, die offenbar nie aus der Mode kommen. Im Gegenteil. Mit den Jahren mehrt sich bei Oldtimern der Wert und ihre Schönheit.

In puncto Eleganz, auch sprachlicher, sind die Italiener kaum zu übertreffen. Bei den südlichen Nachbarn heißen Autos schon mal Giulia oder Giulietta und sehen auch so aus. Einen Eindruck davon konnten am Sonntag Anhänger geschwungener Blechkleider und automobiler Emotionen in Badenenermoor und Baden gewinnen.

Schwergängige Lenkung erspart „Mucki-Bude“

Dort startete und endete eine Oldtimer-Tour. Veranstaltet wurde sie von der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine, organisiert von den beiden Rallye-Piloten Karl-Heinz Minnerup und Parvis Azimir. An der Tour nahmen rund 100 Fahrer mit ihren Fahrzeugen teil.

Mit dabei war auch Jörn Wellmann aus Bremen. Er fuhr einen Mercedes 123, Baujahr 1980. Gekauft hatte er den Wagen vor sieben Jahren. Der Vorbesitzer wollte 6500 Euro, gab sich letztlich jedoch mit 5500 Euro zufrieden: „Heute“, sagt Wellmann, der vor der Fahrt durch Achim noch für saubere Scheiben und Durchblick sorgte, „ist das Auto fast das Doppelte wert.“

Karl-Heinz Minnerup und seine Frau Elisabeth sind startklar, um mit ihrem Riley Baujahr 1938 eine Spritztour zu unternehmen.

In einer ganz anderen Preisregion bewegt sich ein Riley, Baujahr 1938, 2,5 Liter, Vierzylinder, 100 PS, der von Karl-Heinz Minnerup gefahren wurde. An seiner Seite saß Ehefrau Elisabeth. Sie hatte die Streckenführung im Blick: „Selbst, wenn ich wollte, könnte ich den Riley nicht steuern. Die Lenkung ist sehr schwergängig. Die erspart wirklich jede Mucki-Bude. Außerdem passt bei mir der Abstand zu den Pedalen nicht. Und die Sitze lassen sich nicht verschieben.“

Piloten fahren in standesgemäßer Kleidung vor

Gestartet wurde die Oldie-Tour um 10 Uhr. Im Minutenabstand machten sich dann die chromblitzenden Zeugnisse automobiler Historie – Porsche, Corvette, Mustang, Alfa, Renault, Opel, Fiat, Maserati oder Ford – auf den Weg. Der betrug rund 42 Kilometer und führte durch alle Achimer Ortsteile. Gefahren wurde die Strecke von den Piloten, die sich zum Teil stilgerecht gekleidet hatten, mit maßvollem Tempo. Mitrollen sollte auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld. Sein Chauffeur war Dieter Winkelmann, das Fahrzeug ein Mercedes 300S.

Eine wahre Fahrzeug-Parade mit Karosserien in etliche Formen, Farben und Marken konnte man beim Oldtimer-Sonntag bewundern.

Zu Mittag aßen die Teilnehmer in Bollen. Am Ziel in Baden hatten die Organisatoren für ausreichend Stellplätze für die automobilen Kostbarkeiten gesorgt, um nicht nur Schwärmereien und handfesten Informationen genügend Raum zu lassen, sondern auch für ein kleines Festareal mit einer Budenstadt, in der es gut zu Essen und Trinken gab.

Für die Livemusik sorgte die Band „Heartbeats“. Ihr musikalisches Metier, dem Anlass gemäß, sind Oldies. Dazu gab es Rock’n Roll, Pop und Schlager zu hören.

häg

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