Achimer Kulturinitiative veranstaltet erstmals buntes Fest

Lesung im „Dröön“ und in Kunstfabrik

Organisatoren: (von links) Heike Schulz, Timo von den Berg, Bärbel van Weert-Frerick, Franziska Faust, Helmut Köhler, Rüdiger Dürr, Kirsten Jäger, Werner Esdohr und Ulrike Petritzki. - Foto: Celine Koch

Achim - „Zeigen, wie lebendig Achim auf kulturellem Gebiet ist.“ Das ist der Wunsch und das Ziel der Kulturinitiative, die vor zwei Jahren in der Weserstadt gegründet wurde. Aus diesem Grund veranstaltet das Kulturnetzwerk am Samstag, 3. September, erstmals ein Kulturfest in Achim, das von der Zusammenarbeit der verschiedenen kulturellen Einrichtungen in Achim lebt. Darum ging es gestern bei einem Pressegespräch im Kulturhaus Alter Schützenhof (Kasch).

„Vielfalt statt Einfalt“, lautet eine Überschrift für das Fest. Oder aber auch: „jeder für jeden“. Am ersten Samstag im September will Achim zur Kulturmetropole werden und seine bunte Vielfalt auf diesem Gebiet demonstrieren. Von Literatur und Musik über Theater, Kunst und Geschichte – an diesem Tag wird dem Publikum eine breite Palette geboten werden.

Als Veranstaltungsorte dienen dafür unter anderem das Kasch, die Kunstfabrik auf dem Lieken-Gelände, das Clüverhaus, das Dröönläänd und die Kreismusikschule. Wichtig hierbei ist den Veranstaltern, dass es nicht mehr die selben Veranstaltungen sind, die immer wieder an den gleichen Orten ablaufen, sondern das die traditionelle „Bespielung“ der Örtlichkeiten aufgebrochen wird.

„Zu den Lesungen in der Bibliothek kommen immer die gleichen Leute“, weiß Rüdiger Dürr. Der Vorsitzende des Fördervereins dieser Einrichtung freut sich darüber, dass man mit der Lesung im Dröönläänd sicher auch ein anderes Publikum ansprechen könne. Schließlich gehöre das „Dröön“ genauso zu Achims Kultur wie etwa die Stadtbibliothek oder das Kasch. Mit dem „Networking“ wolle man auch Vorurteile aus dem Weg schaffen, merkte Dürr an.

Allein 32 Programmpunkte zieren den Flyer des Festes, darunter auch viele Ausstellungen von umliegenden Künstlern, die in ihre offenen Ateliers einladen. Darüber hinaus gibt es Workshops, Lesungen, Konzerte, Mitmachaktionen und Vernissagen.

Der Netzwerk-Gedanke, das Genre-Übergreifende, spiegelt sich im Programm wieder. So gibt es zum Beispiel in der Kreismusikschule von 16 bis 17 Uhr eine Lesung für Kinder, die musikalisch begleitet wird. Weitere Beispiele sind eine Ausstellung der Geschichtswerkstatt im Clüverhaus, die von einer Lesung und der Crazy Chor Company bereichert wird. Und in der Kunstfabrik, in der der Achimer Kunstverein mit seiner Kunstschule zu Hause ist, gehört ebenfalls eine Lesung mit zum Angebot.

Gegenseitige Stütze und Hilfe – auch ein Grund, warum die Stadt damals mit den Anstoß zu dem Netzwerk gab. Zuvor seien die Möglichkeiten für junge Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Genres, sich kennenzulernen und sich untereinander auszutauschen, eher gering gewesen, hieß es gestern beim Pressegespräch. Die Stadtverwaltung will jedoch bei der Planung und Realisierung des Kulturfestes im Hintergrund bleiben.

Abgeschlossen wird das Programm, über das hier später noch ausführlich berichtet wird, am 3. September im Kasch. Dort wird nicht nur der D´a-Chor singen, sondern es soll auch eine Zusammenarbeit mit dem kurdischen Kinderchor entstehen. Dabei sind alle eingeladen, mitzumachen. 

ck

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