Kontrastreiches Konzert des Schubertchors mit Mitgliedern der Sinfonietta Aller-Weser begeistert

Leise Elegie und große Mozart-Messe

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Rund 250 Zuhörer erlebten in der St. Laurentiuskirche das beeindruckende Konzert des von Raimund Limpinsel professionell- gelassen dirigierten Achimer Schubertchors.

Achim - Rund 250 Zuhörer erlebten ein außergewöhnliches, kontrastreiches Konzert des Schubertchors Achim in der St. Laurentius Kirche. Der musikalische Bogen spannte sich vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.

Mit der „Große Credo Messe“ und dem “Ave verum“ von Mozart, der “Streicherserenade in e“, dem „Ave verum“ von Elgar und dem ältesten erhaltenen althochdeutschen Gebet, dem „Wessobrunner Gebet“, vertont von Carl Orff, traute der Dirigent Raimund Limpinsel dem Chor, den Musikern, den Solisten und auch dem Publikum eine musikalische Zeitreise zu.

Durch das gemeinsame Singen des Chorals „Nun danket alle Gott“ wurden alle ins Konzertgeschehen eingebunden.

Nach der Begrüßung durch Pastor Maaß übernahm Limpinsel die Aufgabe, das Konzert mit kleinen, aber wichtigen Hinweisen zu den Kompositionen zu erläutern.

Begonnen wurde mit dem von den vier Solisten a cappella gesungenen „Wessobrunner Gebet“. Sopranistin Kirsten Artal, die kurzfristig für die erkrankte Kerstin Diedl einsprang, Altistin Christiane Artisi, Tenor Dennis Egel und der Bassist Joalchim Gebhardt breiteten einen eindrucksvollen Klangteppich aus.

Nach der ergreifenden Darbietung herrschte absolute Stille. Einfühlsam und nuanciert ertönte dann das „Ave verum“ von Mozart und im Kontrast dazu das „Ave verum“ von Elgar. Hervorragend intoniert, interpretierte der Schubertchor beide Gesänge.

Es folgte die Elgar-„Serenade e-moll für Streicher op.20“. Kraftvoll kamen der rhythmische Einstieg der Bratschen im ersten Satz und die filigranen Geigen- und Celli-Klänge.

Im zweiten Satz ließ Limpinsel dem Ensemble Muße, um jeden der elegischen Töne auszukosten. Zeit zum Träumen…

Dynamisch und engagiert der dritte Satz. Man merkte, dass Dirigent und Chor sehr gut harmonieren.

Nach der kurzen Pause dann die „Große Credo Messe“ von Mozart. Für dieses Werk war das Orchester um Trompeten, Oboen, ein Fagott und drei Posaunen erweitert worden.

Mit überzeugendem Einstieg des Chores wurde das „Kyrie“ eröffnet. Erfrischend erklangen das „Gloria“ und das „Credo“ mit den 63 Credo-Rufen, die der Messe ihren Namen gaben. Einfühlsam gaben sich die Solisten und der Chor im Andante.

Mit dem Sanctus leitete der Chor zum solistischen Teil, dem „Benedictus“ über. Die vier Solisten glänzten dabei besonders. Mit dem „Agnus Dei“ stellten Orchester und Chor Dynamik und Können noch einmal unter Beweis. Begeisternder Beifall vom Publikum für die hervorragende Darbietung war der Dank für viele Probenstunden.

Als Zugabe erklang „Wie der Hirsch schreit“ aus dem 42. Psalm von Mendelssohn-Bartholdy.

Raimund Limpinsel hat mit Professionalität und Gelassenheit die Solisten, das Orchester und seinen Chor zu einer hervorragenden Leistung geführt. Es war eine Darbietung auf hohem Niveau.

Der Schubertchor plant im nächsten Konzert Teile aus dem Oratorium “Die Jahreszeiten“ von Haydn zu singen. Hierfür wird ein Projektchor gegründet.

Wer hier mitsingen möchte, ist herzlich eingeladen, an den Proben jeweils donnerstags um 19.30 Uhr teilzunehmen.

wl

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