Kinderstadtfest in der Achimer Innenstadt gut besucht / Kritik an Preisen, Lob für Vereine

Für Leib und Magen was dabei

Bewegung auf der Bühne mit Kindern der Tanzschule Grimm. Fotos: Duncan

Achim - Von Lisa Duncan. Beim Kinderstadtfest in Achim, das am Donnerstag in seine 23. Runde ging, ist es Tradition, dass der Bürgermeister zur Eröffnung in einem Wettbewerb gegen Kinder antritt. Im Allgemeinen sieht der Verwaltungschef dabei am Ende, verglichen mit dem Nachwuchs, alt aus. Passend zum diesjährigen Motto „Gesund und lecker – für kleine Feinschmecker“ waren Tisch und Stühle auf der Bühne platziert. Ein Melonen-Wettessen sollte den ersten Punkt im Showprogramm des Tages bilden.

Mit den Worten „Ich habe nicht gefrühstückt – ich werde gewinnen!“ legte sich Rathauschef Rainer Ditzfeld mächtig ins Zeug. Indes standen die Wetten gegen ihn und, weil Fortuna es wollte, zog er gegen seine fünf Herausforderer schließlich den Kürzeren. Ditzfeld nahm es mit Fassung und verteilte gemeinsam mit Moderator Pascal Wenzel von der Werbeagentur Pep up die Preise. Pep up hatte das Fest zum wiederholten Mal in Kooperation mit der Stadt ausgerichtet.

Smoothies zur Erfrischung.

Und auch wettertechnisch stellten sich kaum Überraschungen ein – abgesehen von einem kurzen, heftigen Regenschauer am Nachmittag. Lobend erwähnte Ditzfeld in seinen Eröffnungsworten nicht nur das Wetter, sondern auch die Gepflogenheit der Stadt Achim, jährlich ein Kinderstadtfest zu veranstalten: „Ein Fest, um das uns andere Kommunen beneiden.“

Achtung, er beißt! Der Bürgermeister legt sich beim Melonen-Wettessen ins Zeug.

Tatsächlich bot sich Familien wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sich einen Nachmittag lang in der Achimer Innenstadt die Zeit zu vertreiben. Neben kostenpflichtigen Angeboten wie Autoscooter, Mini-Car-Rennbahn, Kettenkarussell, Bungee-Trampolin, Kistenklettern und Rutsche, gab es auch kostenfreie Möglichkeiten, sich zu vergnügen, etwa bei Vereinsständen des TSV Achim, des Achimer Golfclubs und der Karateschule Kumadera sowie der Hüpfburg und der Drachenrutsche. Letztere befanden sich zugegebenermaßen etwas abseits auf dem Alten Markt.

Kostenfreier Spaß: die Drachenrutsche.

Zur Stärkung gab es diesmal nicht nur die üblichen kalorienreichen Leckereien wie Bratwurst, Pommes oder Eis, sondern auch Stände mit selbst gemachten Getränken, wie Smoothies oder Limonade. Auch auf der Bühne zog sich das kulinarische Motto durch und wer wollte, konnte unter Anleitung Obstsalat schnibbeln und verspeisen.

Insgesamt herrschte eine entspannte Festatmosphäre. Das zeigten die vielen zufriedenen Gesichter der Menschen, die einem in der gut besuchten, aber nicht proppenvollen Innenstadt entgegenkamen.

Tor! Ein kleines Fußballfeld hatte die Krankenkasse AOK aufgebaut.

Dazwischen gab es auch kritische Stimmen. „Ich finde es geradezu beschämend, dass Vieles so viel Geld kostet“, sagte Lydia aus Achim, die das Fest mit ihren Enkeln Leonie (8 Jahre) und Maximilian (9) aus Nordrhein-Westfalen besuchte. Die Dame zog einen Vergleich zum Kinderfest im Bremer Bürgerpark. „Da wird man nicht so viel Geld los. Auch wenn mehr Trubel ist und man länger anstehen muss, ist dafür alles kostenfrei.“ Zugleich lobte sie die gute Beteiligung der Vereine. „Golf und Squash macht den Kindern am meisten Spaß und kostet außerdem nichts.“

Hat immer Zulauf, kostet aber Eintritt: der Autoscooter.

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