Leenens Leidenschaft ist ungebrochen

63-Jähriger präsentiert mit „Berlin. Untergrund“ sein sechstes Buch der Spreenebel-Reihe

Der Autor Stephan Leenen hat sich in seinem sechsten Band der Berliner Spreenebel-Krimi-Reihe dem Thema Neonazismus gewidmet.
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Der Autor Stephan Leenen hat sich in seinem sechsten Band der Berliner Spreenebel-Krimi-Reihe dem Thema Neonazismus gewidmet.

Achim – Die Leidenschaft für das Schreiben hat Stephan Leenen, im Achimer Rathaus zuständig für Kultur, bereits vor etlichen Jahren für sich entdeckt. Seit 2015 ist es für den 63-Jährigen jedoch mehr als nur ein Hobby. Denn in diesem Jahr erschien sein erster Roman. Ein Krimi. Seitdem hat Leenen fleißig nachgelegt und jedes Jahr einen neuen Roman veröffentlicht.

Sein neues Werk „Berlin. Untergrund“ ist nun der sechste Band seiner Berliner Spreenebel-Krimi-Reihe.

„Wenn ich Zeit finde, oder sie mir stehlen kann, brauche ich für die Fertigstellung eines Romans ungefähr ein halbes Jahr“, sagt der Bremer. Die nötigen Ideen – sie stammen oftmals aus den lokalen Zeitungen. „Gerade auf den hinteren Seiten finde ich immer wieder kleinere Nachrichten aus aller Welt, die mich regelrecht anpieksen“, gesteht der 63-Jährige ein. „Als Aufhänger für meinen Roman ‘Missbrauchte Seelen’ diente mir zum Beispiel ein Artikel über Menschenhandel und dabei im speziellen der Mädchenhandel. Und da mich das Thema gereizt hat, habe ich dann sofort angefangen, zu recherchieren.“

Die Herangehensweise bei seinen Werken ist dabei immer unterschiedlich. „Ich habe im Grunde genommen nie einen roten Faden. Mitunter bin ich mir im Vorfeld zwar über den Anfang und das Ende klar, doch das ist nicht immer so“, verweist Leenen auf sein neues Werk. „Dieses Mal hatte ich einfach nur eine tolle Anfangssequenz. Alles andere hat sich dann weiterentwickelt. Dabei ist es für mich sehr wichtig, dass ich dem Leser die Motive der Täter sowie die Empfindungen der Opfer deutlich mache. Und natürlich muss auch die extreme psychische Belastung der Ermittler ausgedrückt werden“, sagt der Autor.

Auch im Roman „Berlin. Untergrund“ ermitteln erneut Britt Bredehorst und Ralf Ziether, Hauptkommissare der Berliner Mordkommission. „Ich habe mich bewusst für einen männlichen und weiblichen Ermittler entschieden, da es zusätzliche Spannung reinbringt“, erklärt der 63-Jährige. Dabei behandelt er dieses Mal das Thema Neonazismus. „Ich habe zuletzt nicht nur eine Verrohung der Politik beobachtet, sondern musste zudem feststellen, dass auch Naziparolen wieder opportun werden. Und da meine Eltern einer Kriegsgeneration entstammen, hat mich das Thema natürlich sehr bewegt.“

Als Schauplatz diente Leenen einmal mehr die Hauptstadt Berlin: „Zum einen kenne ich mich dort sehr gut aus, denn ich hatte dort früher beruflich viel zu tun. Somit spielt schon alles an Originalschauplätzen. Darüber hinaus schlagen dort gesellschaftliche Veränderungen viel früher durch.“

Die Vermarktung seines sechsten Romans war für Stephan Leenen aufgrund der Corona-Pandemie alles andere als einfach. „Ich konnte in dieser Zeit ja keine Lesungen machen. Aber ich hoffe, dass es damit bald wieder losgeht.“

Zu kaufen gibt es sein Werk dennoch in Achimer Buchläden. Und auch in der Bibliothek ist es erhältlich. Ansonsten geht es aktuell nur noch über „Book on Demand“. Soll heißen: Erst bei Bestellung wird das Buch gedruckt. Leenen: „Bis 2018 hatte ich noch einen kleinen Verlag in Berlin. Der existiert aber nicht mehr. Somit muss es jetzt also über diesen Weg gehen.“

Von Kai Caspers

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