Ab April an der Kindertagesstätte am Bierdener Steinweg

Lebenshilfe rückt näher an ihre Kunden heran

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Oliver Geweke, Uta Reimann und Andrea Meyer werben für das neue Beratungsangebot, das die Lebenshilfe Verden ab April in der Kita Bierden anbietet.

Achim - Begleitung beim Einkauf oder Arztbesuch, aber auch der scheinbar banale Wunsch, mal ohne Eltern ins Kino zu gehen – wer eine Behinderung hat oder jemanden in der Familie hat, der geistig und/oder körperlich behindert ist, kann sich für diese Dinge bei der Lebenshilfe Unterstützung holen. Dazu dient seit 2008 der familienunterstützende Dienst (FUD) der Lebenshilfe Verden. Um für die Achimer leichter erreichbar zu sein, bietet der FUD jetzt ein neues Beratungsangebot in Bierden.

Dieses ermöglicht den Kunden und deren Familien Hilfe bei den verschiedensten Sachen, die den Alltag leichter machen sollen – etwa Betreuung im häuslichen Umfeld, Vermittlung von pädagogischen/pflegerischen Fach- oder geschulten Helferkräften sowie Beratung bezüglich der Leistungen der Pflegekasse und des Landkreises. Die Beratung, findet montags von 8.30 bis 13.30 Uhr im Kompetenzzentrum Bierden am Steinweg 39a statt und beginnt nach den Osterferien, am 9. April.

Zunächst andere Standorte ins Auge gefasst

Zunächst habe man andere Standorte in Achim ins Auge gefasst, dann aber entschieden, dass das FUD im Kompetenzzentrum der Lebenshilfe gut angesiedelt sei, erklärt Oliver Geweke, Leiter des Geschäftsbereichs „Offene Hilfen“. „Unser Ziel ist es, Kompetenzen von Eltern und Mitarbeitern direkt im Wohnraumumfeld zu stärken“, erklärt dessen Koordinatorin Andrea Meyer.

Die Beratungsgespräche des FUD in Bierden wird Uta Reimann übernehmen. Im ersten Gespräch lernt sie die Pflegebedürftigen kennen und unterhält sich mit ihnen über die Unterstützung, die Familie oder Betroffene sich wünschen. Sofern diese Leistung von der Lebenshilfe erbracht werden kann, entscheidet sie, welcher Mitarbeiter am besten dafür geeignet ist. Oft zeige sich beim ersten Treffen schon, ob eine Zusammenarbeit in Frage kommt. „Ob es passt oder nicht, ist sehr wichtig, denn die Zusammenarbeit ist in den meisten Fällen regelmäßig und von Dauer“, betont Reimann. Menschlicher Kontakt und Interaktion stünden im Vordergrund. In der Beratung würden auch finanzielle Fragen geklärt: „Viele Kunden und ihre Familien wissen nicht, was ihnen von Seiten der Pflegekasse oder des Landkreises zusteht“, so Reimann.

12.000 Stunden Arbeit

Momentan stehen ungefähr hundert Mitarbeiter der Lebenshilfe Verden für den FUD bereit. Sie arbeiten überwiegend ehrenamtlich und haben mindestens eine pädagogische Schulung bei der Lebenshilfe absolviert. Zum Teil handelt sich auch um sozialpädagogische und pflegerische Fachkräfte. „Wir freuen uns über Kunden, aber auch neue Mitarbeiter sind gerne gesehen“, sagt Uta Reimann. Wer Interesse hat, sollte mindestens 18 Jahre alt sein und die Bereitschaft mitbringen, an einer Schulung bei der Lebenshilfe teilzunehmen. Für weitere Fragen steht Uta Reimann unter Telefon 04231/965663 zur Verfügung.

Begeistert vom Konzept des FUD ist auch Torsten Pickert, Pressesprecher der Lebenshilfe Verden und auch selbst Kunde. „Ihr bleibt am Kunden dran, es gibt Qualitätskontrollen“, lobt er das Team um Uta Reimann. „Die Lebenshilfe Verden leistet im Jahr über 12 .000 Stunden Arbeit und der Bedarf steigt an“, fügt Oliver Geweke hinzu. Laut Pickert spreche für den familienunterstützenden Dienst der Lebenshilfe, dass im Dialog mit dem Kunden überlegt werde, welche Unterstützung er benötigt. „Das schafft neue Horizonte für alle.“

ldu/bol

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