Lebenshilfe baut „Kompetenzzentrum“ für Familien / Auch Beratungsangebote

„Alles unter einem Dach“: Krippe, Kita, Hort und Schule

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Neben der Bierdener Grundschule (links) entsteht die neue Kindertagesstätte der Lebenshilfe. Der Bauzaun verschwindet bald; ein Verbindungstrakt zwischen den beiden Gebäuden ist für das Familien-Kompetenzzentrum mit Signalcharakter geplant.

Achim - Von Michael Mix. Mit dem Neubau der Kita an der Bierdener Grundschule schaffen die Lebenshilfe Verden als Träger der Einrichtung und die Stadt Achim eine Betreuungs-, Bildungs- und Beratungsstätte mit Signalcharakter. „Alles unter einem Dach“ lautet die Maxime. Das neue, im August eröffnende „Kompetenzzentrum“ am Steinweg wird nicht nur Krippe, Kita, Hort und Schule miteinander verknüpfen, sondern auch weitere Anbieter aus dem sozialen Bereich „mit ins Boot holen“.

Edith Rehling und Daniela Weiß, die neuen Leiterinnen der Kita beziehungsweise des Horts, stellten das für Achim ungewöhnliche Konzept in einem Gespräch mit dieser Zeitung vor. Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter, also Familien, sollen davon profitieren.

Mit der am Steinweg entstehenden Außenstelle der Kita Bierden, die ihren Hauptsitz weiterhin an der Bremer Straße unweit des Krankenhauses haben wird, wolle die Lebenshilfe „auch flankierende therapeutische Maßnahmen und die Vernetzung im Sozialraum mit Vereinen, Kirche, Familienberatung schaffen“, erläutert Rehling. Zum Beispiel sollen dann Schützlinge auch während der Betreuungszeiten in Krippe oder Kita beim Mutter- und Kind-Turnen des TSV Bierden mitmachen oder das „Spatzennest“ der evangelischen St.-Laurentius-Gemeinde besuchen können.

Ein Ansatz, den es bisher noch nicht gegeben hat. „In Zeiten, in denen überwiegend berufstätige Eltern ihren Nachwuchs immer länger in Obhut geben, wollen wir Vereinen und anderen Anbietern ja die Kinder nicht wegnehmen“, merkt Weiß dazu an.

Vorgesehen sei auch, dass die Erziehungsberatungsstelle des Landkreises etwa einmal im Monat Sprechzeiten im Neubau am Steinweg anbietet. Und mit der Schule, mit der schon jetzt eng zusammengearbeitet werde, könnten Kita- und Hort-Kinder etwa einen „Sinnesgarten“ gemeinsam gestalten.

Mit dem Kompetenzzentrum wolle die Lebenshilfe gemeinsam mit der Stadt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, betonen Rehling und Weiß. Diesem Zweck solle auch die geplante „bedarfsgerechte Flexibilisierung der Öffnungszeiten“ von derzeit 7.30 bis 16 Uhr, im Hort bis 17 Uhr, dienen.

Darüber hinaus habe sich der Verein Lebenshilfe, der in den Städten Achim und Verden sowie in den Gemeinden Dörverden und Thedinghausen Einrichtungen betreibt, „den Weg von der Integration zur Inklusion“, wie vom Gesetzgeber gefordert, auf ihre Fahnen geschrieben. Die „hohe Qualität des Fachwissens“, ein „interdisziplinäres Team“ und die „Vielfalt der Angebote“ führen die Leiterinnen als weitere Pluspunkte an.

Das neue Haus wird von August an je eine heilpädagogische, Krippen- und Kita-Gruppe sowie den Hort mit 40 Plätzen beherbergen. Am Stammsitz verbleiben je eine Krippen- und eine heilpädagogische Gruppe sowie drei Kita-Gruppen.

„Die Lebenshilfe bietet ein inklusives, familienorientiertes, fachübergreifendes Versorgungsnetzwerk für Kinder mit und ohne Behinderung vom 1. bis zum 14. Lebensjahr innerhalb eines Standortes an“, fassen Edith Rehling und Daniela Weiß zusammen.

Gerne nehmen sie Anmeldungen für Krippe und Kita, Telefon 621540, oder für den Hort, Telefon 9554420, entgegen. Die Frist dafür endet am 31. Januar. Anmeldeformulare gibt es auch auf der Homepage der Lebenshilfe Verden:

www.lebenshilfe-verden.de

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