wei Referenten gestalten einen Hünenburg-Clubabend

„Leben Sie Ziele vor – nutzen Sie Erfahrung der Beschäftigten“

Die Arme wie gewohnt übereinanderzuschlagen – und auch mal unandersherum, gehörte zu den Übungen für die Zuhörer, so „neue Wege“ auszuprobieren. Klaus Decker (Dritter von links) sprach später anschaulich über das, was durch die Änderung des Betriebsrentenstärkungsgesetzes auf Arbeitgeber zukommt. - Fotos : Laue

Baden - Kleine „Fürstentümer“ , die sich oft hinter geschlossenen Türen in Firmen gebildet haben, gilt es beim Weg in eine andere Unternehmenskultur unter anderem zu überwinden. Und es sei insgesamt nicht leicht, neue Wege wirklich umzusetzen, machte Petra Krieghoff von der „k.brio traiining GmbH“ dem Publikum im Badener Haus Hünenburg gleich deutlich.

Genau damit, solche Wandlungen mittels Workshops und Coaching- für Führungskräfte einzuleiten, zu gestalten und zu stützen, beschäftigt sich „k.brio training“. Petra Krieghoffs Vortrag am Hünenburg-Clubabend trug den Titel „Unternehmensentwicklung – den kulturellen Wandel stärken, alles nur Gedöns?“

Petra Krieghoff von der k.brio-Training-gmbH sprach über Unternehmenkultur und Möglichkeiten, diese motivierend weiter-zuentwickeln.

In Vertretung des verhinderten Hünenburgvereins-vorsitzenden Günter Treichel begrüßte Detlev Hermann, Vorstand der Bremischen Volksbank, die Clubabend-Besucher aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, sowie neben Petra Krieghoff den zweiten Redner des Abends: Klaus Decker vom Industrie-Pensions-Verein (IPV). Das abfällige Wort „Gedöns“ passe nicht zur Wichtigkeit einer motivierenden Unternehmenskultur, machte die Firmenentwicklerin deutlich. Der Anstoß, etwas zu verändern, könne aus „Leidensdruck“ gespeist sein – etwa wenn Mitarbeiter immer nur kurze Zeit in einem Umternehmen bleiben. Besser sei es, von vornherein positive Zielbilder zu entwickeln, um „in die Veränderung zu kommen“.

Führungskräften riet sie, überkommene Regeln mutig zu brechen, sich aber auch um Unterstützung des Wandels durch die Mitarbeiter zu bemühen und erfahrene Beschäftigt als Experten einzubeziehen. Auf der anderen Seite müsse der Chef seine prägende Führungsrolle annehmen und Ziele der Unternehmenskultur vorleben. Klaus Decker verwies als zweiter Referent zunächst darauf, dass der weithin unbekannte IPV etwa 400 000 Mitglieder in rund 60 000 Unternehmen habe und ein „Ableger“ der Arbeitgeberverbände sei. Neutrale Beratung von Firmennleitungen auch in Sachen Beteiligung an der Altersversorgung von Mitarbeitern sei das Ziel. Das neue, voraussichtlich am 1. Januar 2018 in Kraft tretende Betriebsrentenstärkungsgesetz sei noch nichtganz ausformuliert, beinhalte aber zusätzlich Arbeitgeberverpflichtungen und speziell erhöhte Rentenförderung geringverdienender Beschäftigter. Näheres zum komplizierten Regelwerk vermittele er in Firmen direkt weiter, bot Decker an.

Das Dilemma der Rentenfinanzierung machte er anschaulich deutlich. 1962 gab es mit rund 1,4 Millionen die meisten Geburten in der Bundesrepublik. im Vorjahr warden rund 800 000 Kinder geboren. Wenn diese ins Berufsleben stehen, sind theoretisch 1,4 Millionen neue Rugheständler zu finanzieren.

Um denoch auskömmliche Renten zu sichern, böten sich Alternativen in zwei Richtungen, so Decker: Entweder ich gehe dann mit 70 in den vorzeitigen Ruhestand“, oder es müsse durch Zusatz-Einzahlungen die Rente über Jahre mit angespart werden.

Es gab einiges zum Nachdenken beim anschließenden traditionellen Essen am Ende des Badener Hünenburg-Clubabends. - la

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