Landtagskandidaten nennen Ziele für Wahlkreis 

Von mehr Polizei bis zum Ueser Kreuzungsausbau

Achim - „Massiv was tun für die Ueser Kreuzung“, für mehr Schulwegsicherheit in Felde sowie Radwegesanierung in der Samtgemeinde Thedinghausen und in Kirchlinteln – so lauten Ziele der SPD-Landtagskandidatin Dr. Liebetruth. Darüber hinaus befürwortet sie zusätzliche Bahnhaltepunkte – etwa in Dauelsen. In Niedersachsen wird am 15. Oktober gewählt.

Christdemokrat Adrian Mohr liegt die Ärzteversorgung im ländlichen Raum besonders am Herzen, zumal in seiner Heimat Dörverden gerade viele Patienten eine große Praxis im Ort verlieren. Außerdem möchte er auch im Landkreis Verden die Anzahl der Polizisten erhöhen.

Das waren Antworten von Landtagskandidaten auf die Frage des Moderators, wofür sie sich speziell in diesem Wahlkreis starkmachen.

FDP-Politikerin Corinna Rosander stellte nicht unerwartet die Digitalisierung in den Mittelpunkt. „Bis zum letzten Gehöft“ müsse schnelles Internet gesichert sein. Das sei heutzutage auch Kernaufgabe des Staates und schaffe zudem neue Arbeitsplätze etwa im Handwerk. Andere Länder seien mit der Digitalisierung leider schon ein Stück weiter. Die Bundesrepublik dürfe sich hier nicht auf ihrer starken Wirtschaft ausruhen. Landesgelder zur Digitalisierung seien bisher jedoch kaum bereitgestellt worden, beklagte Mohr.

Kommunikation zwischen Politikern lasse zu wünschen übrig

Die Kommunikation zwischen Landtags- und örtlichen Politikern lasse zu wünschen übrig, bemängelte Doris Gerken von den Grünen. Sie sprach auch Sorgen wegen belastetem Trinkwasser durch Gasförderarbeiten an. Außerdem möchte sie die Förderung von „Kultur in der Region“ und entsprechender Initiativen verbessern.

Strittig war Dörte Liebetruths Position zur Inklusion. Auch aufgrund persönlicher Erfahrungen mit zwei behinderten Geschwistern wisse sie, dass Gemeinsamkeit mit anderen auch in der Schule beiden Seiten zugute komme und gerade soziale Fähigkeiten besonders stärke.

Ihrem Ja zum Schließen eigenständiger Förderschulen schlossen sich Mohr und FDP-Politikerin Rosander nicht an. Mohr sprach vom ,,beschützenden Raum kleiner Klassen in Förderschulen“, den viele dieser Kinder und ihre Eltern brauchten. Eine Mutter aus Verden habe wegen des Förderschule-Aus weinend mit ihrem Kind bei ihm Rat gesucht.

Corinna Rosander monierte, dass ohne Förderschulen Eltern betreffender Kinder jede Wahlfreiheit genommen werde. Rainer Andrzejewski wies aufgrund von Erfahrungen in der „Lebenhilfe“-Arbeit darauf hin, das Inklusion sich dort auf Fachbereiche wie Musik, Kunst und Werken konzentriere.

Mohr: Respekt vor AfD-Wahlergebnis

Einig waren sich alle Landtagsbewerber wie schon kurz berichtet darin, eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD) abzulehnen. Adrian Mohr bezeugte allerdings deren Wahlergebnis von 12,6 Prozent bei der Bundestagswahl Respekt. Dieses Resultat zeige, dass auch viele vernünftige Menschen AfD gewählt haben müssten. Es bedeute aber nicht, dass die von der AfD vertretene Politik vernünftig sei, so Mohr.

la

Rubriklistenbild: © dpa

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