Landrat und Wirtschaftsförderin stellen „Offensive“ beim Hünenburg-Verein vor

Bessere (Aus-) Bildung soll Fachkräfte-Mangel begegnen

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Landrat Peter Bohlmann.

Achim - Fachkräftemangel mache sich in allen Bereichen, bedingt durch die demografische Entwicklung, auch im Landkreis Verden bemerkbar, sagte Landrat Peter Bohlmann beim Clubabend des Vereins Haus Hünenburg. Um diesem zunehmenden Problem besser begegnen zu können, seien die Wirtschaftsförderung des Kreises und die Einrichtung Arbeit im Landkreis Verden (ALV), die vor allem Langzeitarbeitslose wieder für eine Erwerbstätigkeit qualifizieren soll, jetzt unter der Leitung von Kerstin Wendt in einer Hand.

„Fachkräfte-Offensive des Landkreises Verden“ lautete das Thema beim Clubabend am Dienstag. Dazu begrüßte Vorsitzender Günter Treichel neben zahlreichen Mitgliedern des Vereins, in dem Führungskräfte der heimischen Wirtschaft versammelt sind, die Referenten Bohlmann und Wendt.

Der Landrat nannte zunächst Eckdaten zur Arbeitsmarktlage im Landkreis: 43573 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte, 17548 Einpendler, 24357 Auspendler und eine Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent. Mit den Leitbranchen Metallverarbeitung, Maschinenbau, Oberflächentechnik, Ernährungswirtschaft, Logistik und Tierzucht/Vermarktung sei der Kreis Verden die wirtschaftsstärkste Region in Niedersachsen. Aufgrund der seit 2005 leicht sinkenden Bevölkerungszahl und weniger Schulabgänger fehle es in vielen Betrieben jedoch an Nachwuchs, sagte Bohlmann.

Aus diesem Grund sei 2010 die „Fachkräfte-Offensive“ gestartet worden, informierte Kerstin Wendt. In dem Verbund für bessere Bildung und Ausbildung arbeiteten Landrat, Kreishandwerkerschaft, IHK, Unternehmerverband Rotenburg/Verden, Agentur für Arbeit, ALV, Berufsbildende Schulen Verden und Schulen zusammen. Ein sogenannter Fachkräfte-Monitor liefere Entscheidungshilfe für regionalspezifische Lösungsansätze. Amtliche Statistiken, Unternehmens- und Schülerbefragungen sowie Prognosen bildeten hierfür die Grundlagen.

Danach befürchteten fast 80 Prozent der Unternehmen künftig weniger Bewerber für Ausbildungsplätze. Die Schüler planten zu 63 Prozent eine Ausbildung. 45 Prozent wollten im Landkreis bleiben, mehr als 40 Prozent wünschten mehr Informationen über berufliche Möglichkeiten. Wendt erläuterte Maßnahmen, um Abwanderung zu verhindern und Fachkräfte aus anderen Regionen für die heimische Wirtschaft zu gewinnen.

hem

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