Der Landkreis begrüßt die geplante Achimer „Schulreform“

Keine Gefahr für Nachbarn

Achim - Die Stadt Achim möchte bekanntlich die unter Schülerschwund leidende Liesel-Anspacher-Hauptschule und die Realschule ab dem Schuljahr 2016/17 zusammenlegen zu einer Schule und die Eltern von künftigen Schulanfängern entscheiden lassen, ob es eine Oberschule oder eine Integrierte Gesamtschule werden soll. Jetzt haben sich die Kreisverwaltung und der Kreisausschuss damit befasst und keine grundsätzlichen Einwände gehabt.

Der Kreis hat Verständnis für den Wunsch der Achimer, da die Hauptschule mit nur 18 angemeldeten Schülern nur eine schwache Einzügigkeit aufweise und so auf Dauer nicht zu halten sei. Wenn die in Achim geplante „Schulreform“, andere Nachbargemeinden nicht beeinträchtige, sieht der Kreis für sich keinen Grund, blockierend einzugreifen.

Allerdings hatten schon Kommunalpolitiker in Langwedel gewarnt, ihre Oberschule könne durch die Achimer Pläne gefährdet werden. Auch aus Oyten hat es bereits Stimmen gegeben, die die Integrierte Gesamtschule in Oyten mit etlichen Achimers Schülern, auf die man angewiesen sei, bedroht sehen.

Diese Gefahren sieht der Kreis nicht, wenn für die neue gemeinsame Achimer Gesamt- oder Ober-Schule ein eigener Achimer Schulbezirk geschaffen werde. Auch die Trägerschaft für die Schulen müsse dauerhaft bei der Stadt bleiben.

Darauf hat die Kreisspitze Vertreter der Stadt Achim in den letzten Wochen wiederholt hingewiesen und auch eine entsprechende Zusagen erhalten.

Dies hätte zur Folge, dass der vorhandene Schulraum in Achim so genutzt werde, dass die zu gründende Schule die Sechszügigkeit nicht überschreiten werde und damit die zukünftige Schule (fast) ausschließlich auf Achimer Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sei.

Der Kreis begrüßt es sogar außerordentlich, dass nach vielen Jahren endlich zur Schulstruktur in der größten Stadt des Kreises Klarheit geschaffen werden solle. Das erleichtere auch Prognosen und Planungen für das ganze übrige Kreisgebiet.

„Partiell problematisch“ war aus Sicht des Kreises in der jüngeren Vergangenheit, dass aus Achim jährlich über 50 Schülerinnen und Schüler zu Schulen außerhalb der Weserstadt gingen, nach Bremen, Oyten und Thedinghausen zum Beispiel, obwohl keine dieser Schulen auf Achimer Schülerinnen und Schüler angewiesen war.

Von negativen Auswirkungen der Achimer Schulentwicklung auf andere Standorte im Kreis kann aus Sicht des Kreises auch deshalb nicht ausgegangen werden, da die Oberschulen in Langwedel und Thedinghausen über eine stabile Dreizügigkeit verfügten und für die Integrierte Gesamtschule Oyten durch den Einzugsbereich Oyten- Ottersberg dauerhaft von einer stabilen Vierzügigkeit ausgegangen werden könne.

mb

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