Labormobil am 3. Juni in Achim / Umweltschützer untersuchen Brunnenwasserproben

Nitrate und Keime werden aufgespürt

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Diplomphysiker Harald Gülzow analysiert Brunnenwasserproben im Labormobil.

Achim - „Das Wasser aus dem eigenen Brunnen stellt eine gute Alternative zum kostbaren Leitungswasser dar“, betont Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Doch leider verschmutzen Nitrate und Pestizide das Grundwasser in landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen. Auch können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ob dies zum Befüllen des Planschbeckens, zum Begießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, wird am Labormobil der Gewässerschutzorganisation ermittelt. Das Mobil hält am Mittwoch, 3. Juni, auf dem Bibliotheksplatz in Achim.

Wasserproben nehmen die Umweltschützer dort von 15 bis 17 Uhr entgegen. Die Grunduntersuchung auf Nitrat-, Säure- und Salzgehalt geschieht gegen einen Kostenbeitrag von 12 Euro vor Ort, so dass schon gegen Ende der Aktion die Ergebnisse feststehen.

Brunnenbesitzer, die das Wasser auch auf weitere Parameter wie Eisen und Bakterien untersuchen lassen möchten, erhalten das Resultat samt Bewertung später zugeschickt.

Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die Ergebnisse vorliegen, wofür das Wasser noch genutzt werden kann. Außerdem beantwortet Diplom-Physiker Harald Gülzow, Experte in Sachen Brunnenwasserqualität, freitags zwischen 9 und 12 Uhr unter der Rufnummer 02831/97 65 23 weitere Fragen.

Damit die Ergebnisse aussagefähig sind, sollten für Proben und Transport Mineralwasserflaschen benutzt werden, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült und möglichst erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt wurden. Neben allgemeinen Informationen zu Belastungen und deren Ursachen gibt es auch individuelle Beratung für den jeweiligen Brunnenbesitzer.

„Bürger, die Brunnenwasser nutzen, haben das gleiche Ziel wie der VSR-Gewässerschutz: Das Grundwasser soll möglichst unbelastet sein“, betont Susanne Bareiß-Gülzow. Die Untersuchungsergebnisse werden regelmäßig in Karten zusammengefasst, um Belastungsschwerpunkte deutlicher zu machen. Die Karten sind auf der Homepage http://www.VSR-Gewässerschutz.de/12.html einzusehen.

„Unsere veröffentlichten Messwerte sollen dazu führen, dass Landwirte und Politiker, aber auch interessierte Bürger in der Region gemeinsam nach Lösungen suchen“, erläutert Susanne Bareiß-Gülzow weiter.

Nitrate aus der Landwirtschaft und Eisenkonzentrationen zählen neben Fäkalkeimen zu den verbreitetsten Verunreinigungen Das unsachgemäße Ausbringen von Gülle ist noch immer eine der Hauptursachen für das Auftreten von Keimen im Grundwasser. Übersäuerung als Folge belasteter Niederschläge stellt ebenfalls ein Problem dar.

Aber auch Ammoniak aus der Tierhaltung führt zur Versauerung. Wird das Grundwasser sauer, kann es zur Freisetzung der im Boden gebundenen Metalle kommen. Hier stellen die Gewässerschützer dann vor allem hohe Aluminiumkonzentrationen fest.

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