Alles angucken? Bei einem umfangreichen Programm wie jetzt in Achim unmöglich

Kulturfest der kurzen Wege

Im Clüverhaus wurden Texte aus den Heften der Geschichtswerkstatt vorgetragen.

Achim - In Achim sind die Wege kurz. Das hat viele Vorteile. Die Möglichkeit, gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen, gehört dazu. Ein solches ist das 1. Achimer Kulturfest, das am Sonnabend an verschiedenen Orten, in öffentlichen Einrichtungen und privaten Ateliers, stattfand. Das veranstaltende Kulturnetzwerk, das sich vor zwei Jahren gründete, hatte ein derart umfangreiches Programm zusammengestellt, dass von den Besuchern vorab Programmschwerpunkte gesetzt werden mussten. Alles zu sehen war trotz kurzer Wege unmöglich.

Mitmachmusik und eine Lesung für Kinder gab es in der Kreismusikschule-

Haupt Spiel- und Veranstaltungsstätten waren die Kunstfabrik auf dem Lieken-Gelände, die Kreismusikschule, das Dröönläänd oder das Kasch. Wobei die Veranstalter klugerweise von hinlänglich bekannten Programmschemata abwichen und zum Beispiel im Dröönländ nicht harte metallische Töne hämmerten, sondern sanfte Poesie rieselte. Derart kunstvolle Gegenentwürfe schärfen die Sinne und räumen auf mit Vorbehalten. Denn welchen tieferen Sinn hätte ein Kulturfest, wenn man über die Präsentation verschiedener Kunstformen sie nicht auch miteinander verbinden könnte?

Mitmachmusik und eine Lesung für Kinder gab es in der Kreismusikschule-

Für zukünftige Kulturfeste bleibt der Wunsch nach noch mehr interaktiven Kunstaktionen, die zwischen den einzelnen Genres Grenzen verwischen oder gänzlich aufheben. In der Kulturfabrik Lieken begann der „Tag der offenen Tür“ mit einer Ausstellung der Fotografie-Werkstatt, gezeigt wurde außerdem Ölmalerei und Freie Malerei. Zwischendurch startete Clownin KletteNette zu ihrem Walk Act, während am Nachmittag Hans-Peter Seeling zu einer Lesung lud. In der Kreismusikschule musizierten die Jazz-Band, die Streicher ohne Namen sowie die Kammermusikgruppen der KMS. Im Anschluss hatten Kinder Gelegenheit, beim Musizieren selber mitzumachen und einer Lesung zu lauschen.

Bereits am Vormittag wurde im Clüverhaus Texte aus den Heften der Geschichtswerkstatt vorgetragen. Am Nachmittag las Hannelore Patzelt, zuvor hatte die Crazy Chor Company ihren Auftritt. Das Kasch hatte eine Café-Projekt für Klein und Groß im Angebot, darüberhinaus den Frauenchor der Kreismusikschule unter Leitung von Regine Jungmann oder einen Improvisationstheater-Workshop, bei dem Hans-Hermann Hille seine Erfahrungen weitergeben sollte. Später zeigte der Schubert-Chor um Rainer Limpinsel sein Können, ebenso DáChor. Mit ihrer Lesung steuerte Olivera Lloyd im Kasch direkt „Nach Wolke 7“, während sich die Künstlerin Alexandra Rolfs mit der Eröffnung ihrer Foto- und Skulpturen-Ausstellung „Auf den Weg ...“ befand.

Achimer Kulturfest

Als einer der ersten hatte am Samstagvormittag Dr. Stefan Krolle das Achimer Kulturfest begonnen. Der Schulleiter zeigte geschichtlich interessierten Gäste das Archiv des Cato Bontjes van Beek-Gymnasiums und verwies dabei auf relevante Geschehnisse. Komplettiert wurde das städtische Kulturfest von vielen Künstlern, die einzeln oder in Gruppen ihre Arbeiten präsentierten und damit das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Kultur innerhalb der Stadt stärkten.  

häg

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