Kritik an Baumschnitt im Ortsausschuss

Uesern sind gekappte Bäume Dorn im Auge

Uesen - Ein Aufreger in Uesen sind offenbar immer noch die stark gekappten Bäume rings um das Gelände der Grundschule. Dass das Thema die Menschen bewegt, zeigten Nachfragen während der Bürgerfragestunde im Ausschuss für Angelegenheiten des Ortsteils.

Begründet hatte Achims Baumschutzbeauftragter Markus Polep die Aktion des Bauhofs mit einem „starken Totholzanteil“ der alten Gehölze. Einer der Bäume habe unter Pilzbefall gelitten. „Wenn der weiter wächst, muss der Baum ganz entfernt werden“, erläuterte Ortsausschussvorsitzende Dr. Petra Gölz (CDU). Petra Geisler (SPD) bezeichnete die Aktion als „Ärgernis sondergleichen“. Dann hätte man die Bäume auch ganz fällen können. „Dieses hier ist Fällen auf Raten.“ Das sah Bürgermeister Rainer Ditzfeld anders: „Ich denke, wir können besser mit dieser Lösung leben, als wenn die Bäume komplett weggeschnitten worden wären.“ Er betonte, dass das Blattwerk sich binnen weniger Jahre wieder verdichten werde. Auf Petra Gölz‘ Frage, ob die so beschnittenen Bäume eine Gefahr für Schüler oder Lehrer darstellten, versicherte der Bürgermeister, dass die Gehölze standfest seien.

Relativ kurz abgehandelt wurde ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Parkplatz an der Worpsweder Straße. Ute Barth-Hajen bat darum, dass die Verwaltung die Kosten für eine Befestigung und sinnvolle Einteilung der bestehenden Parkplatzfläche ermitteln möge. Zudem sei zu prüfen, wie viel es kosten würde, einen neuen Parkplatz rechts der Einfahrt auf das Sportplatzgelände des TSV Uesen einzurichten. Dies könne laut Grünen-Fraktionschefin die angespannte Parksituation entlasten: „Es ist nicht unüblich, dass bei Sportveranstaltungen die gesamte Kurve im Einfahrtsbereich beparkt wird, ungeachtet des absoluten Halteverbots. Ebenso parken Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen oder abholen sehr häufig mitten in der Kurve.“

Eine solche Maßnahme könne schon mal 20 000 Euro kosten, meinte Petra Geisler und schlug vor, es auf die nächsten Haushaltsberatungen zu verschieben. Auch Wolfgang Heckel (WGA) riet, wenigstens den Nachtragshaushalt abzuwarten. Ditzfeld sagte, dass er im Gespräch dem TSV Uesen schon die „gelbe Karte“ gegeben hätte. Die Stadt werde diesen Bereich nun verstärkt kontrollieren. Das Gremium beschloss, den Antrag zunächst nur zur Kenntnis zu nehmen.

ldu

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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