Sechs Monate auf Bewährung für 25-Jährige

Krimineller Karriere ein Ende gesetzt?

Achim/Posthausen - Noch einmal mit einer Bewährungsstrafe davongekommen ist eine 25-jährige Bremerin, nachdem sie im August vergangenen Jahres in einem Posthausener Kaufhaus Waren im Wert von mehreren tausend Euro hatte mitgehen lassen. Einmal gelang ihr gemeinsam mit einer Mittäterin der Diebstahl von Badeartikeln der Marke „Joop!“, einmal blieb es beim Versuch. Der Fall wurde Mittwoch vor dem Achimer Amtsgericht verhandelt.

Die Angeklagte gab die Taten ohne Zögern zu. Während der erste Diebstahl noch unentdeckt geblieben war, gelang es den Kaufhausdetektiven, die beiden Diebinnen bei ihrem zweiten Raubzug zu stellen. Das durchkreuzte ihren Plan, die zuvor in einem Regal einer anderen Abteilung versteckte Beute mitzunehmen, so die Angeklagte, die dreifache Mutter und zurzeit erwerbslos ist. Einen Teil des Diebesguts hatte sie dem Kaufhaus bereits ersetzt.

Mit der Justiz war sie allerdings schon früher in Konflikt geraten: Viermal war sie wegen Diebstahls zu Geldstrafen verurteilt worden.

Zugunsten der Angeklagten sah Richter Matthias Hahn das Geständnis, die Schadenswiedergutmachung und die Tatsache, dass die zweite Tat nicht zu Ende geführt wurde. Die einschlägige Vorstrafe spreche jedoch gegen eine nachsichtige Verurteilung. Darüber hinaus wollte er, im Unterschied zur Staatsanwältin, der Frau keine positive Sozialprognose zugestehen.

Problematisch erschien ihm besonders die Tatwiederholung trotz mehrfacher Strafen: „Sie haben sich offenbar gesagt: Das ist mir doch egal, ich mach' das nochmal!“ Er verdeutlichte der Angeklagten, dass eine erneute Straftat sie ins Gefängnis bringen könne. „Ihre kriminelle Karriere ist hier zu Ende“, stellte er klar. Mit Bedenken setzte er die sechs Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung aus. Die junge Frau bekam eine Bewährungszeit von drei Jahren, außerdem muss sie binnen drei Monaten 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. 

ldu

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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