Schwerlaster kriegen die Kurve nicht

Kreisel am Achimer Freibad erhält Geradeausspur

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Die Mittelinsel wird zum Teil mit Schotter versehen, damit die von der Autobahn kommenden Schwertransporte geradeaus über den Kreisverkehr fahren können.

Achim - Von Sandra Bischoff. Der Kreisel an der Embser Landstraße, Schwalbenstraße und Am Freibad wird umgebaut. Weiß-rote Pfähle stecken schon in der Erde und markieren die Fläche, die abgetragen und mit Schotter befüllt wird. Grund sind eine Reihe von Schwertransporten im Zeitraum von Ende Mai bis voraussichtlich Ende Juli, für die der Kreisverkehr zu eng ist, wie Verkehrsplaner Stefan Schuster erklärt.

Im Hemelinger Windpark entstehen ihm zufolge vier weitere Anlagen, und der Transport der Teile erfolgt durch Achim. Eine unglückliche Situation, findet Schuster, aber sie sei nicht zu ändern. „Wir haben es geprüft, es ist jedoch die einzige Möglichkeit, und deshalb müssen wir sie zulassen.“

Die Schwertranporte kommen aus Richtung Osnabrück, sagt Schuster, und könnten die kürzeste Strecke wegen der für sie zu schmalen Baustelle auf der A 1 zwischen dem Dreieck Stuhr und Brinkum nicht befahren. Auch die Idee, die Lastwagen über Sebaldsbrück ab- und am Weserpark entlangfahren zu lassen, scheiterte, weil die Kreuzung Uphuser Heerstraße / Thalenhorststraße zu eng sei. Also blieb nur die Route über Achim.

Firma Energiekontor zahlt

Die Laster kommen von der A 27 und fahren Richtung Innenstadt. In dem erst vor zwei Jahren gebauten Kreisverkehr würden die bis zu 70 Meter langen Transporter Schwierigkeiten bekommen. Um Schäden am Geh- und Radweg zu vermeiden, erhalten die Giganten deshalb eine mit Schotter aufgefüllte Geradeausspur über die Mittelinsel.

Freitamorgen hat eine Gartenbaufirma die Fläche abgemäht und die Pflanzen ausgegraben. Im Herbst, zur Pflanzzeit, werden sie wieder eingesetzt. „Es ist wieder die Firma, die die Mittelinsel damals auch bepflanzt hat, so dass dort wieder Pflanzen in gleicher Qualität in die Erde kommen“, sagt Schuster. Für die gesamten Kosten komme der Hersteller der Windkraftanlagenteile auf, die Firma Energiekontor.

Haltestellenhäuschen muss weichen

Am Gieschen-Kreisel, der von den Maßen her sogar noch ein bisschen kleiner ist als der am Freibad, sehen die Verantwortlichen keine Probleme. „Dort muss lediglich eine Lampe abgebaut werden“, sagt der Verkehrsplaner. Denn im Gegensatz zum ersten Achimer Nadelöhr fahren die Schwertransporter bereits in der ersten Ausfahrt ab. Das sei vom Radius her möglich, so Schuster. Die Fahrt geht weiter über die Bremer Straße und Uphuser Heerstraße, um schließlich über den Arenskamp, an dessen Einmündung das Haltestellenhäuschen abgebaut werden muss, in die Hemelinger Marsch zu gelangen.

Insgesamt 40 Fahrten sind vom 28. Mai bis aller Voraussicht nach Ende Juli angesetzt. Die Transporter fahren zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens in Kolonnen von bis zu vier Fahrzeugen und sichern sich laut Schuster selbst ab. Bei Bedarf wird die Polizei herangezogen. Damit nicht auch andere Verkehrsteilnehmer auf die Idee kommen, geradeaus zu fahren, stellt die Stadt Absperrbaken auf.

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