Kräftiger Anschub für Bunte Lok 

Förderbescheid für Familienzentrum auf dem Lieken-Gelände überreicht

„Quartier im Modell“: Bürgermeister Ditzfeld zeigt es Monika Scherf und Dörte Liebetruth.
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„Quartier im Modell“: Bürgermeister Ditzfeld zeigt es Monika Scherf und Dörte Liebetruth.

Achim - Von Michael Mix. Sehr willkommen im Achimer Rathaus war am Montagmittag Besuch aus Lüneburg. Monika Scherf vom Amt für regionale Landesentwicklung überreichte Bürgermeister Rainer Ditzfeld einen Förderbescheid in Höhe von 856 000 Euro vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz. Der Betrag bildet den finanziellen Grundstock für den Bau des geplanten Familienzentrums Bunte Lok als Herzstück des neuen Lieken-Quartiers.

Scherf sprach von einem „interessanten, guten Projekt“. Denn unweit des Bahnhofs und der Innenstadt solle ja auf einer Fabrikbrache ein Mix aus vielen neuen Wohnungen und Gewerbebauten und damit auch nahe Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine Kindertagesstätte mit angeschlossenem Familienzentrum passe dazu bestens. Sie freue sich, der Stadt Achim den Bescheid, auch im Namen von Minister Olaf Lies, zukommen zu lassen, sagte die Landesbeauftragte beim Pressegespräch.

Niedersachsen sei dabei jedoch nicht der alleinige Geldgeber. Die knappe Million Euro, die den Bau des Familienzentrums zu 90 Prozent finanziere, komme aus dem 2017 aufgelegten Bund-Länder-Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“. Achim sei dabei schnell zum Zuge gekommen, denn die Bunte Lok zählt nach Angaben von Scherf zu den „ersten neun Maßnahmen“, die in Niedersachsen gefördert werden.

Die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Dörte Liebetruth hat daran ihren Anteil, sie weiß um die Probleme in der wachsenden Weserstadt. „Ich werde von vielen Eltern in Achim auf die fehlenden Kindergartenplätze angesprochen“, berichtete sie beim Termin im Rathaus. Die Kita samt Familienzentrum mit ihrem „integrativen Charakter“ im Sanierungsgebiet „Nördliche Innenstadt“ sei ein wesentlicher Baustein, um den Mangel ein Stück weit zu beseitigen und den sozialen Zusammenhalt vor Ort zu stärken.

Die Pläne für das Lieken-Gelände, zu sehen im Fachbereich für Stadtentwicklung.

Stadtplanerin Angelika Steinbach stellte dem Gast aus Lüneburg noch mal kurz die Planung für das Lieken-Gelände in groben Zügen vor. Nach dem Abbruch der früheren Brotfabrik und dem noch ausstehenden, nun für Anfang Juli vorgesehenen Abriss des Turmes solle dort eine „ganz spannende Fläche“ mit neuem Leben gefüllt werden. Für diesen Zweck seien mit dem Investor W&S aus Hamburg ein städtebaulicher Vertrag und ein Kaufvertrag abgeschlossen worden.

Das Unternehmen und die Stadt hätten sich darauf verständigt, auf dem Areal nördlich des Bahnhofs 160 bis 170 Wohneinheiten zu errichten, davon 20 Prozent geförderte Mietwohnungen. Mit zum Konzept gehöre auch der Bau gewerblicher Mietimmobilien. Das neue Viertel solle zudem energetisch auf der Höhe der Zeit sein und ans Fernwärmenetz der benachbarten Stadtwerke angeschlossen werden.

Steinbach vergaß auch nicht, den geplanten Zentralen Omnibusbahnhof mit vier Haltestellen zu erwähnen. Ebenso wenig die sogenannte Quartiersgarage mit sowohl öffentlichen als auch privaten Stellplätzen sowie „Angeboten zur E-Mobilität und zum Carsharing“.

Die Mitte des Quartiers soll aber die Kita samt Familienzentrum mit einem Gesamtkostenvolumen von rund vier Millionen Euro bilden. Ein 2 400 Quadratmeter großes Grundstück will die Stadt etwa zur Hälfe bebauen, um dort dann Kinder in drei Regel- und zwei Krippengruppen beherbergen zu können. Das Familienzentrum mit verschiedenen Beratungsangeboten und die Außenanlagen sollen auch außerhalb des Kita-Betriebs den Quartiersbewohnern zur Verfügung stehen.

„Ein idealer Standort für Eltern, die in Bremen arbeiten“, merkte Bürgermeister Ditzfeld mit Blick auf das Vorhaben an. Einen kürzeren Weg zum Zug gebe es kaum.

„Das wird ein Sahnestück“, kommentierte Landesbeauftragte Scherf, bevor sie sich auf den Rückweg nach Lüneburg machte. „Da bin ich mir sicher.“

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