Sie können kaum lesen und schreiben / 22 Plakate im Rathaus

Sieben Millionen fehlt bei uns ein elementares Menschenrecht

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Auch Bibliothekschefin Iris Arndt findet: Lesen ist eine lebenswichtige Kulturtechnik.

Achim - Seit gestern hängen 22 Plakate auf drei Etagen im Rathaus mit einer Botschaft: „Lesen verbindet - Alphabetisierung als Menschenrecht.“ Umgekehrt: Wer nicht lesen kann, ist isoliert, kann wichtige Menschenrechte nicht wahrnehmen.

Bei der gestrigen Ausstellungseröffnung zeigte sich auch Bürgermeister Rainer Ditzfeld überrascht, dass in Deutschland immerhin 7,5 Millionen Menschen nur eingeschränkt lesen und schreiben können, zwei Drittel davon Frauen.

Diese Menschen können nicht nur mit einem Buch oder einer Zeitung nichts anfangen, sie können auch keine Speisekarte, keine Gebrauchsanweisung und keinen Medikamente-Beipackzettel lesen. Sie wissen nicht, ob sie den richtigen Geldbetrag bekommen haben oder welche Taste am Automaten zu bedienen ist.

Die bis zum 5. März zu sehende Plakatausstellung mit Titeln in Deutsch und Englisch wurde entwickelt vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, dem Unesco Institut für lebenslanges Lernen, dem Förderverein Gefangenenbüchereien sowie der Gefangenenbücherei Münster. Diese Institutionen unterstützen gemeinsam mit dem Klett-Verlag auch deren Gestaltung.

Der „Lesetempel“ Stadtbibliothek im Rathaus hat sich auch schon etwas auf das Problem eingestellt und bietet, wie die amtierende Chefin Iris Arndt informierte, Bücher mit Bildern, mit großer Schrift und ganz einfachen Sätzen, um Menschen die Scheu vor dem Lesen zu nehmen.

mb

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