Betriebsleiterin zieht positive Bilanz / Badesaison endet morgen

Knapp 60 000 Gäste im neuen Freibad

Badegäste aus Achim und umzu erfrischten sich nicht nur an den heißen Tagen im sanierten Freibad. Archivfoto: Schmidt

Achim - Von Sandra Bischoff. Wenn morgen die Freibadsaison endet, können Betriebsleiterin Sabine Schulz und ihr Team zufrieden auf die vergangenen Monate zurückblicken: Statt der erhofften 40 000 Besucher waren seit Mai knapp 60 000 Gäste in das für rund fünf Millionen Euro sanierte Freibad gekommen. „Es war eine gute Saison“, resümiert Schulz. Auch, weil es keine schweren Unfälle gegeben habe. Vor allem an den heißen Tagen – Schulz spricht von 22 Sonnentagen – sei der Zulauf groß gewesen: 2 500 Schwimmer hätten sie und ihre Kollegen dann schon mal gezählt. Platz habe es genug gegeben, auch wenn es in den Becken oft sehr voll war. „Sportschwimmen war dann natürlich nicht mehr möglich.“ Einen Einlassstopp mussten die Mitarbeiter an solchen Tagen laut Schulz aber nicht verhängen.

Nicht nur die Rettungsschwimmer, sondern auch ein Sicherheitsdienst hätten ein Auge auf die Badegäste gehabt. „Der Sicherheitsdienst musste auch mal eingreifen. Viele Menschen und dazu noch die Hitze – da sind einige auch mal gestresst, aber es ist alles gut gelaufen.“

Nichtsdestotrotz sei die Eingangssituation nicht optimal. „Der Kassenbereich ist ja zurzeit ein Provisorium“, sagt Schulz. Dieser wird, genau wie auch die Umkleideräume, erst im zweiten Bauabschnitt fertiggestellt. Weil dieser Teilbereich des neu sanierten Bads zur Saisoneröffnung im Mai noch nicht fertig war, profitierten die Schwimmbadbesucher von geringeren Eintrittspreisen. „Im nächsten Sommer gibt es eine deutlich komfortablere Einlasssituation“, verspricht die Betriebsleiterin. Dann könnten beispielsweise Inhaber von Mehrfachkarten einfach durch das Drehkreuz gehen, ohne sich anstellen zu müssen. Aber auch dann gelte: „Schlangen wird es an heißen Tagen immer geben.“

Anders als in der Vergangenheit sei die Zahl der Badegäste an Tagen, an denen das Wetter nicht optimal für einen Freibadbesuch war, gestiegen. Schulz hat dafür eine einfache Erklärung: „Mit dem neuen Bad bedienen wir alle Zielgruppen.“ Die mehr als 50 Jahre alte Einrichtung sei für Jugendliche und junge Familien nicht mehr attraktiv gewesen. Sprudelliegen, eine Riesenrutsche, Schwallduschen, eine Gegenstromanlage sowie eine Insel mit Wasserfontänen lockten nun wieder alle Altersgruppen ins Bad.

Aber es gab nicht nur Lob. Viele Sportschwimmer waren verärgert, dass es keine 50-Meter-Bahnen mehr gibt. „Ich kann das verstehen, ich bin ja selbst Schwimmerin“, sagt Schulz. „Allerdings haben wir das Schwimmerbecken nicht verkürzt, um die Leute zu verärgern, sondern aus technischen Gründen.“ Die neuen Attraktionen benötigten Filterfläche, und dafür hätten 25 Meter des Schwimmerbeckens weichen müssen. Ein weiteres Filterhaus zu bauen, wäre schlichtweg unmöglich gewesen.

Auch die reduzierten Öffnungszeiten für Frühschwimmer waren kritisiert worden. Konnten diese in der Vergangenheit werktags von 6 bis 7.30 Uhr ihre Bahnen ziehen, ist das im neuen Bad nur noch montags und donnerstags zu genannten Uhrzeiten möglich. „Das Angebot wurde sehr gut angenommen. Wir haben jedes Mal mehr als 50 Gäste gezählt“, berichtet Schulz.

Zum Abschluss der Freibadsaison findet heute ab 12 Uhr das traditionelle Kartoffelpufferessen für alle Badegäste statt.

Am Sonntag öffnet das Bad dann noch einmal von 11 bis 20 Uhr, bevor es ab Montag zum Schwimmen wieder ins Hallenbad geht.

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