Millionenschulden seit Jahren kontinuierlich verringert

Klärwerk ohne Skandale und negative Schlagzeilen

Achim - In Ottersberg war das Klärwerk mit Skandalen und Schlagzeilen verbunden. In Achim ist das ganz anders. So war jetzt die Entlastung für das Jahr 2015 Formsache und passierte auch der Haushalt des Klärwerkes fürs kommende Jahr ohne Nachfrage und Wortmeldung den Stadtrat. Dabei werden in ihm und zehn Millionen Euro der Beitragszahler bewegt.

Jeder, der hier Trinkwasser aus der Leitung bezieht und die Abwasserbeseitigung dieses großen Umweltunternehmens in Anspruch nimmt, finanziert es ja mit ein paar Euro pro verbrauchtem Kubikmeter Trinkwasser. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass der Eigenbetrieb Abwasser über einen Zeitraum von drei Jahren nicht nennenswerte Verluste oder Gewinne erzielen darf. Durch die Anpassung des Abwasserpreises werden dann die finanziellen Schieflagen ausgeglichen.

Natürlich sind die Kredite, die für den Neubau des Achimer Klärwerks und des weitläufigen Kanalnetzes, der weiteren Reinigungsstufen für weitere Stoffe sowie für die jüngste Runderneuerung des Klärwerks aufgenommen werden mussten, nicht auf einen Schlag,sondern nur langfristig zu tilgen.

Das scheint in Achim zu gelingen denn der Schuldenstand des Betriebs ist von 14,2 Millionen Euro Ende 2012 kontinuierlich auf 10,6 Millionen Euro Ende 2016 gesunken. Bis 2020 will man den Schuldenstand auf 8,3 Millionen Euro verringert haben.

Vier Millionen Euro Schmutzwassergebühren

Ein Fünftel oder 1,21 Millionen Euro werden fürs Personal, elf Kräfte und eine Halbtagsstelle, aufgewendet, ein Drittel etwa, 1,8 Millionen Euro für Abschreibungen, also Wertverluste der Anlagen, eingepreist.

Runde vier Millionen Euro gedenkt Achim kommendes Jahr an Schmutzwassergebühren und damit einen Überschuss von 808.000 Euro zu erzielen. Für die Beseitigung des Niederschlagwassers auf Grundstücken, auf denen der Regen nicht natürlich versickern kann, werden 1,7 Millionen Euro eingerechnet und ein Überschuss von 617 000 Euro. Großer Grundstücksbesitzer, der zu zahlen hat, ist dabei die Stadt Achim mit ihren vielen öffentlichen Flächen selbst.

989.0000 Euro 2017 und weitere 3,3 Millionen Euro in den beiden Folgejahren für den Erwerb von Grundstücken und und Gebäuden sieht der Plan im Klärwerk sowie dem weitläufigen Kanalnetz vor, das auch die Gemeinde Langwedel mit den Ortsteilen Etelsen und Cluvenhagen umfasst. Aus Langwedel fließt deshalb im Jahr rund eine halbe Million Euro nach Achim. Für manche in der Stadt zu wenig, für manche im Flecken zu viel.

Entscheidung zur Gebührenanhebung steht noch aus

Um jederzeit handlungsfähig zu bleiben, darf das Achimer Umweltunternehmen einen Liquiditätskredit bis zu 904.000 Euro im Jahr aufnehmen.

Für die Bürger ergibt das nach dieser Planung beim Schmutzwasser ein Minus von 200.000 Euro. Ob deshalb die Gebühr angehoben werden muss, soll erst Ende des kommenden Jahres entschieden werden.

Bei den dezentralen Kläranlagen hat der Betrieb ein Plus von gerade einmal 34 Euro errechnet.

Ein stattliches Plus scheint nur der Bereich Niederschlagswasser mit 177.000 Euro zu bringen.

Alles Indizien dafür, dass in dem kommenden Jahr die verschiedenen Wasser- und Abwassergebühren die Einkommen nicht stärker verringern werden als schon jetzt.

Zur Zeit zahlt der Achimer Haushalt pro verbrauchtem Kubikmeter Trinkwasser 2,40 Euro Abwassergebühr und 85 Cent pro versiegeltem Quadratmeter für das Niederschlagswasser. 

mb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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