Personalsituation „sehr angespannt“

Kita Uphusen reduziert Betreuung

Bereits im April haben Eltern und Kinder gegen den Erziehernotstand an ihrer Kita protestiert. - Archivfoto: häg

Achim - Die „Lachmöwen“ und die „Entdeckerfüchse“ haben ab Montag eine Woche unfreiwillig Ferien: Grund dafür sind Personalengpässe in der Kindertagesstätte Uphuser Deichbande. Die Betreuungszeiten müssen wegen der „erneut sehr angespannten Personalsituation“ reduziert werden, wie Wiltrud Ysker, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Soziales und Kultur bei der Stadt, mitteilt.

Ab kommenden Montag bis zu den Sommerferien der Kita Mitte Juli werden ihr zufolge in einem rotierenden System immer zwei der insgesamt fünf Gruppen geschlossen. Betroffen ist nur der Kindergarten, die Krippengruppen laufen wie gewohnt weiter, so Ysker.

Trotz vielfacher Bemühungen sei es nicht gelungen, alle Vakanzen in der Uphuser Kita wieder zu besetzen, teilt die Fachbereichsleiterin mit. „Nach wie vor sind zwei Stellen im laufenden Kita-Jahr unbesetzt, die drei Krippengruppen arbeiten seit Beginn des Kita-Jahres nur mit zwei anstatt drei Mitarbeiterinnen.“

Die Situation verschärfe sich durch insgesamt sechs länger Erkrankte, die vor allen den Kita-Bereich betreffen. Der Betrieb könne nicht mehr entsprechend sichergestellt werden. Weitere Ausfälle kämen durch Kurzzeiterkrankungen und Urlaubsansprüche hinzu. Insgesamt sind 24 Erzieherinnen in Teil- und Vollzeit für drei Krippen- und fünf Kitagruppen zuständig.

„Seit mehreren Wochen sind alle verfügbaren Vertretungskräfte, die wir zusätzlich über eine Zeitarbeitsfirma akquiriert haben, in Uphusen eingesetzt. In den vergangenen zwei Wochen haben Kolleginnen aus anderen städtischen Einrichtungen Vertretungen übernommen. Das ist ab kommender Woche auch nicht mehr möglich, weil sie in den Stammhäusern gebraucht werden“, sagt Ysker. Alle Möglichkeiten, zusätzliches Personal zu beschaffen, seien intensiv geprüft worden.

Der Stadtverwaltung sei klar, dass weitere Schließtage eine große Belastung für die betroffenen Familien darstellen, aber „unter Abwägungen aller Belastungen“ habe die Verwaltung entschieden, die notwendigen Schließungen bis zu den Sommerferien, die in der Einrichtung am 16. Juli beginnen, auf alle Gruppen zu verteilen.

Im Umlaufverfahren werden im Wechsel jeweils zwei Kita-Gruppen wochenweise geschlossen. Die verbleibenden Erzieherinnen unterstützen die anwesenden Gruppen. Die Verwaltung hat die betroffenen Eltern laut Ysker gestern schriftlich informiert und um Verständnis für die Situation gebeten.

Ab Juli sollen zwei neue Mitarbeiterinnen die Kollegen in der Einrichtung unterstützen, weitere folgen zum Beginn des neuen Kita-Jahres im August, teilt Ysker mit. Die laufenden Einstellungsverfahren blieben abzuwarten. Sie rechnet aus heutiger Sicht mit einer Stabilisierung der personellen Situation zum Beginn des neuen Kita-Jahres. 

sb

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