Führungspersonal qualifiziert sich in Workshops

Kita-Leitungskraft ist heute Managerin

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Führungskräfte von Kindertagesstätten in Achim, Oyten, Ottersberg, Thedinghausen und Blender nahmen an einer siebenteiligen Fortbildungsreihe teil. Kita-Fachberaterin Gudrun Schütte (vorne, Mitte) und Personaltrainerin Marion Haake (rechts) leiteten auch den letzten Workshop im Kulturhaus Alter Schützenhof.

Achim - „Die Rolle der Leitungskräfte in den Kindertagesstätten hat sich stark verändert. Sie sind kaum noch in den Gruppen drin. Das ist jetzt eine Managertätigkeit“, stellte Susanne Büssenschütt, Leiterin der Kita an der Pestalozzistraße in Oyten, zum Abschluss der Fortbildung unter dem Titel „Vom Kindergarten zur Bildungseinrichtung“ am Donnerstag im Kasch im Kreis von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen fest.

Viel mehr als früher werde mit den Jugendämtern und Schulen zusammengearbeitet. Vor allem aber seien die Ansprüche der Eltern an die frühkindliche „Bildungseinrichtung“, die einst schlicht „Kindergarten“ genannt wurde, erheblich gestiegen, waren sich alle in der Runde der Führungskräfte von Tagesstätten in Achim, Oyten, Ottersberg, Thedinghausen und Blender einig.

Mütter und Väter, die heute meist beide berufstätig sind, hätten im Vergleich zu früher größere Erwartungen an das Kita-Personal im Hinblick auf die „Beziehungsarbeit“, sagte Gudrun Niebuhr, Leiterin der Kita Posthausen. Eltern verlangten von den Erzieherinnen und Erziehern, dass sie den Kindern vielfach Regeln und Grenzen setzen.

Um das hinzubekommen, seien genaue Absprachen im Team nötig, hakte Bärbel Elmers, Leiterin der Kita Achim-Mitte, ein und nannte als Beispiel das heikle Thema „Süßigkeiten“. Am besten ganz verbieten? „Wir erlauben das in Ausnahmefällen, etwa an Geburtstagen.“

Als sie vor 20 Jahren die Leitung der Kita Uphusen übernommen habe, sei alles überschaubar gewesen: die Anzahl der Kinder, der Mitarbeiter, Öffnungszeiten und das pädagogische Konzept, berichtete Hannelore Lankenau. „Seitdem hat sich viel verändert.“ Nicht nur die Krippe sei dazu gekommen.

Was oft leicht und spielerisch aussehe, habe längst nichts mehr mit „Aufbewahrung im Kindergarten“ zu tun, betonte Gudrun Schütte, Kita-Fachberaterin für die oben genannten Gemeinden, die die Fortbildung gemeinsam mit der Personaltrainerin Marion Haake leitete. „Dahinter stehen pädagogische Konzepte und der Grundstein zur frühkindlichen Bildung. Doch die fällt nicht vom Himmel.“

Dank der Unterstützung durch das Programm „Win – Weiterbildung in Niedersachsen“, das durch die N-Bank koordiniert und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und Landesmitteln gefördert wird, profitieren 16 Kita-Leiterinnen und -Leiter von einer Qualifizierungsreihe. In sieben Workshops erlernten sie seit Mai methodisches Wissen, erörterten den Umgang mit Konflikten oder befassten sich mit der „Teamentwicklung“.

mm

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