Kirchengemeinde feiert 50-jähriges Bestehen / Jubiläumsprogramm mit Kabarett

St. Nikolai trägt Namen des Schutzpatrons der Kaufleute

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Die St.-Nikolai-Kirche steht seit 50 Jahren auf einer Düne nahe des Deichs in Mahndorf.

Mahndorf/Uphusen/Bollen - Wieviel evangelisch-lutherische Kirchengemeinden gibt es im Achimer Stadtgebiet? Eine? Nein, die große St.-Laurentius-Gemeinde Achim ist nicht die einzige. Ach ja, der Badener Kirchturm, der fällt wohl auch vielen ein. Allerdings gehören die evangelisch-lutherischen Christen in Uphusen und Bollen sogar noch einer dritten Kirchengemeinde an, nämlich St. Nikolai in Bremen-Mahndorf, und die besteht nun 50 Jahre.

Aus diesem Anlass startet dort heute ein Jubiläumsprogramm unter dem Motto „Bewährtes & Neues“. Bis zum kommenden Sonntag wird den Besuchern eine Fotoausstellung, ein Kindernachmittag, Konzert, Kabarett und schließlich ein Festgottesdienst geboten.

Die Kirchengemeinde St. Nikolai, informiert Kirchenvorsteherin Sigrid Murr, ist ein wichtiger Bestandteil des Stadtteils Bremen-Mahndorf und der niedersächsischen Außendörfer Uphusen und Bollen. Seit dem Mittelalter gehörte „Mondorpe“ mit Uphusen, Hemelingen und Bollen zum Arberger Kirchspiel. Bis vor 50 Jahren mussten die Menschen nach Arbergen in die Kirche gehen. Die Wege waren weit.

Erst im April 1965 gelang der Sprung in die Selbstständigkeit von Mahndorf. Zwischen Deich und Autobahn entstand die neue Gemeinde St. Nikolai. Den Namen hat die Kirche von dem Schutzpatron der Kaufleute, dem Heiligen Nikolaus. Ihm war in vergangenen Zeiten in Mahndorf eine Kapelle geweiht, unmittelbar am alten Handelsweg entlang des Dünenkamms von Verden nach Bremen. So hat die Gemeinde diese Tradition aufgegriffen und der neuen Kirche den alten Namen gegeben.

Sie befindet sich auf der Düne, neben dem Friedhof. „Schön ist es dort, und es wäre eine vollkommene Idylle, wenn dieser Platz nicht unter der ständigen Lärmglocke der Autobahn läge“, merkt Murr an.

Die St.-Nikolai-Gemeinde ist ihren Angaben zufolge betont volkskirchlich. Es gibt viele selbstorganisierte Unternehmungen und Gruppen in St. Nikolai: Seniorenkreis, Frauenkreis, Besuchskreis, Frühstückskreis, Bastelkreis, Handarbeitskreis, Spielegruppe für Erwachsene und den Spielkreis für Kinder. „All das ist Bewährtes.“

Die Kirchenmusik samt hervorragendem Flötenensemble, ein Pfeiler des Gemeindelebens, markiert ein Stück weit das „Neue“. Der frühere Singkreis hat sich zusammengefunden zur Chorgemeinschaft St. Johannis Arbergen und St. Nikolai Mahndorf. Denn im Zuge von Sparmaßnahmen der Bremischen Evangelischen Kirche ist es zur Kooperation zwischen den Gemeinden gekommen. Christian Frank, Friedhelm Blüthner und Joachim Schumacher sind die „drei Pastoren für zwei Gemeinden“.

Ein neuer Kindergarten wird gerade gebaut. „Mit viel Glück werden wir in einigen Jahren auch Kinderbetreuung für unter Dreijährige haben im alten Pfarrhaus, in dem bisher noch der Kindergarten ,wohnt´“, sagt Murr. Auch der neue „kleine“ Gemeindesaal im vorderen Grundstücksteil sei in Arbeit.

Wenn St. Nikolai nun vom 27. bis 31. Mai das 50. Kirchweihfest feiert, soll dort ähnlich reges Treiben herrschen wie zuletzt bei den Konfirmationen, an Weihnachten oder beim Basar, wünscht sich der Kirchenvorstand. Unter dem Titel „Kreuze als wunderbare Zeichen“ eröffnen die Pastoren heute um 19 Uhr eine Fotoausstellung von Peter Döhle. Am Freitag gibt es von 15 Uhr an Kinderkirche, Bewegungsspiele, Schminken, Kulinarisches, und abends um 19 Uhr singt der Badener Chor „Open Up“ in St. Nikolai.

„Christlich-satirische Unterhaltung“ wird für Sonnabend, 19 Uhr, angekündigt. Denn dann bietet Pfarrer Ingmar Maybach Kabarett in der Kirche. Karten für dieses Vergnügen sind unter anderem im Gemeindebüro, bei der Papeteria Precht, Uphuser Heerstraße, und beim „Bücherwurm“, Herbergstraße, zu haben.

Der Jubiläumsgottesdienst beginnt am Sonntag um 10.30 Uhr. Anschließend ist Empfang im Gemeindesaal, wo ein großes Grillbuffet lockt.

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