Kirchenasyl des Eritreers in Achim ist beendet

Behati wird jetzt nicht abgeschoben

Achim - Der 57-jährige Flüchtling Behati (Name geändert) aus Eritrea wird nicht nach Norwegen abgeschoben und darf vorerst in Deutschland bleiben. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über die Anwältin von Behati jetzt der Achimer St. Laurentius-Kirchengemeinde mit. Damit habe das Achimer Kirchenasyl für Behati ein gutes Ende gefunden, freut sich Pastor Christoph Maaß.

Wie damals berichtet, hatte der Vorstand der St.-Laurentius-Gemeinde in einer Sondersitzung am 25. März einstimmig beschlossen, Behati Kirchenasyl zu gewähren. Anders als die Bundesrepublik Deutschland schickt Norwegen nämlich Flüchtlinge nach Eritrea zurück. Dies war auch Behati angekündigt worden.

Durch die sogenannte „Kettenabschiebung“ drohte ihm nach dem Kirchenvorstand vorliegenden Informationen Gefahr an Leib und Leben.

Eritrea gehört nach Erkenntnissen von Amnesty International zu den repressivsten Ländern der Welt. Die Menschenrechtsorganisation berichtet von tausenden willkürlichen Verhaltungen, Folter und Hinrichtungen. Männer werden langjährig zum Militärdienst gezwungen, ohne Aussicht auf einen ausreichenden Sold zu haben. Vor diesem Militärdienst war auch Behati geflohen. Der Ehemann und Vater von vier Kindern konnte seine Familie nicht mehr ernähren.

In Achim war er für knapp drei Monate in einem kirchlichen Gebäude untergebracht. Ein Unterstützerkreis sowie Freunde des Flüchtlings sorgten für Essen und Dinge des täglichen Bedarfs. Alle Gelder, die dafür nötig waren, stammten aus freiwilligen Spenden.

Für das Kirchenasyl in Achim wurden keine Kirchensteuermittel verwendet, wie der Vorstand der Gemeinde betont.

Rubriklistenbild: © dpa

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