Jens und Axel Böhmermann investieren mittleren sechsstelligen Betrag in ihr Hotel Haberkamp

Neuer Look für den Festsaal

 Axel und Jens (r.) Böhmermann.
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Wollen ihr Hotel attraktiv für Gäste und Mitarbeiter machen: Axel und Jens (r.) Böhmermann. Neu ist der kleine Anbau rechts neben dem Eingang, in dem künftig ein Teil der Toiletten untergebracht ist.

Uphusen – Gestärkt aus der Corona-Krise herauskommen wollen Jens und Axel Böhmermann vom Hotel Haberkamp in Achim-Uphuse. Und dafür nehmen die beiden Geschäftsführer viel Geld in die Hand. Im Mittelpunkt steht die Kern- und Komplettsanierung des Festsaals. „Wir hatten das schon länger geplant, aber jetzt passt es gut, weil wir coronabedingt wenig Veranstaltungen haben“, sagt Jens Böhmermann.

„Wir wollen die Krise als Chance sehen“, sagt sein Bruder Axel.

Anfang März haben die Brüder angefangen, den Saal in Eigenleistung zu entkernen, erzählen sie. „Es sind nur die Fenster und die Säulen drin geblieben“, sagt der 40-jährige Jens Böhmermann. Eine Woche später rückten die Bauarbeiter an, um dem Saal ein zeitgemäßes Aussehen zu verschaffen. 2003, als die Brüder den Betrieb von ihren Eltern übernahmen, sei er zuletzt renoviert worden. Der mediterrane, im Farbton Terrakotta gehaltene Stil habe sich überlebt.

So sieht es jetzt aus: Bauarbeiter haben das Regiment im Saal des Hotels Haberkamp übernommen.

Der große Raum soll künftig in hellen, zeitlosen Farben erstrahlen und erhält außerdem neues Mobiliar. „Das Konzept muss sowohl für Tagungen passen als auch für Hochzeiten“, sagen die beiden Brüder. Zudem erhält der Saal erstmals eine Klima- sowie eine neue Lüftungsanlage. „Das ist die modernste, die man derzeit bekommen kann. Solche hätten viele gerade gerne für ihre Klassenzimmer“, sagt Axel Böhmermann mit Blick auf die richtige Lüftung in Zeiten von Corona. Zudem hätten die vergangenen Sommer gezeigt, dass auch eine Klimaanlage vorteilhaft sei.

Im Zuge der Sanierung ziehen auch die Damentoiletten und das Behinderten-WC um. Sie kommen jetzt in einem kleinen, eigens dafür errichteten Anbau neben dem Saal unter. Für die weiblichen Gäste stehen dann künftig vier statt drei Kabinen zur Verfügung, und auch Rollstuhlfahrer hätten mehr Platz.

Eine kleine Küche, ausgestattet mit einer Spülmaschine für Gläser und einer Kaffeemaschine, gliedert sich künftig direkt an den rund 280 Quadratmeter großen Saal an, und auch die Laufwege für das Personal seien in dem neuen Konzept optimal durchdacht.

So soll es aussehen: Hell und freundlich präsentiert sich der Saal wohl ab Mai. Visualisierung: Hinsche Gastro design

Der neue Look soll den Brüdern zufolge nicht nur den Gästen gefallen, sondern auch den Mitarbeitern des Hauses. „Wir wollten ein ansprechendes Ambiente, in dem junge Leute Spaß haben, zu arbeiten“, sagt der 37-jährige Axel Böhmermann. Denn das Team im Hotel Haberkamp bestehe hauptsächlich aus jungen Menschen. Einen mittleren sechsstelligen Betrag investieren die beiden Geschäftsführer in das Hotel an der Uphusener Dorfstraße das sie seit 18 Jahren in vierter Generation betreiben.

Im Mai sollen die Bauarbeiten beendet sein. Ob Jens und Axel Böhmermann dann auch den neuen Saal für Veranstaltungen vermieten können, bleibt abzuwarten. Die Brüder nehmen die Situation relativ entspannt. „Wir haben jetzt schon so viel erlebt, wir nehmen es, wie es kommt“, sagt Axel Böhmermann. Und sein Bruder fügt hinzu: „Mit etwas Glück können wir vielleicht das Restaurant im Mai wieder öffnen, aber Hochzeiten? – daran glauben wir eigentlich noch nicht.“

Auch wenn die Zeiten alles andere als einfach sind, Grund zur Klage haben die beiden Männer nach eigenen Angaben nicht. Das Hotel sei während der Werktage von Geschäftsleuten gut gebucht, sagt Jens Böhmermann. „Das ist ein guter Grundstock, um über die Runden zu kommen.“ Zudem setze das Restaurant montags bis donnerstags, wenn es sowieso seine Gäste auf den Zimmern bewirte, auf den Außer-Haus-Verkauf von Speisen. Trotzdem seien die fest zehn angestellten Mitarbeiter in Kurzarbeit, die fünf Auszubildenden sind davon ausgenommen.

Schon jetzt gibt es laut Jens Böhmermann schon viele Anfragen für anstehende Feierlichkeiten wie Hochzeiten und Geburtstage. „Es ist ein gewisser Stau vorhanden, ob Taufen, Konfirmationen oder runde Geburtstage. Deshalb sind wir zuversichtlich: Wenn es losgeht, dann richtig!“

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